Die vier Schritte der "Gewaltfreien Kommunikation" im Überblick
In der Gewaltfreien bzw. Einfühlsamen Kommunikation wird bei jedem Verhalten das dahinter liegende Bedürfnis gesucht. Und es wird versucht, alle Bedürfnisse zu berücksichtigen.
Dies geschieht in vier Schritten:
Eine konkrete, neutral zu beschreibende Beobachtung(Schritt 1) löst ein Gefühl(Schritt 2) aus. Für die Entstehung des Gefühls ist IMMER der verantwortlich, der es fühlt, nicht der, der es auslöst.
Dieses Gefühl deutet wie ein Warnlämpchen im Auto auf ein Bedürfnis (Schritt 3) hin, welches - je nach Qualität des Gefühls - erfüllt oder unerfüllt ist.
Falls das Bedürfnis nicht erfüllt ist, kann die Person entweder selbst überlegen, mit welcher konkreten Strategie (Schritt 4) sie ihr Bedürfnis erfüllt, oder sie kann eine Bitte an jemand Anderen stellen, sie bei der Erfüllung des Bedürfnisses zu unterstützen.
Eine Bitte ist dann eine solche i.S.d. Gewaltfreien Kommunikation, wenn der Andere die Freiheit hat, Nein zu sagen, wenn er also das Bedürfnis nur dann erfüllen soll, "wenn er es mit derselben Freude tut, die Kinder beim Entenfüttern empfinden" (Zitat Marshall Rosenberg).
Klingt einfach? Ja, ist es auch. Aber täuschen Sie sich nicht - leicht ist es nicht.