Schachtelsätze vermeiden

Um einander zu verstehen brauchen die Menschen nur wenige Worte.
Viele Worte brauchen sie nur, um sich nicht zu verstehen.

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Schachtelsätze

Hier ein schönes Beispiel aus dem juristischen Alltag:

Entgegen der Ansicht der Antragstellerin bezieht sich § 91 Abs.2 Satz 2 ZPO, nach dem solche Mehrkosten nicht zu erstatten sind, die dadurch entstehen, dass der beim Prozessgericht zugelassene Rechtsanwalt seinen Wohnsitz oder seine Kanzlei nicht an dem Ort hat, an dem sich das Prozessgericht befindet, nicht auf die Postulationsfähigkeit sondern ausschließlich auf die Zulassung nach §§ 18 ff. BRAO.

Schachtelsätze sind schwer verständlich. Meistens muss man den Satz mehrmals lesen, um ihn zu begreifen.
Oder man liest ihn eben nicht, weil er einem auf die Nerven geht. Und ärgert sich über den Schreiber.

Mit Schachtelsätzen trennt der Schreiber sich also vom Leser. Und manchmal verschenkt man die Wirkung einer wichtigen Information, wenn man sie in einen Nebensatz zwängt.

Mein Tipp:
Schreiben Sie grundsätzlich für jede Aussage einen eigenen Satz.
Packen Sie das Wichtigste in den Hauptsatz.
Prüfen Sie, ob alle Wörter notwendig sind.

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