Was ist, wenn der Andere nicht will?
Viele Möglichkeiten hat man nicht. Eine Mediation funktioniert nur freiwillig. Entweder Sie überzeugen den Anderen davon, dass ihm/ihr in einer Mediation keine Gefahr droht, oder es geht eben nicht.
Wenn z.B. eine Scheidungspartei nicht will, hat sie in der Regel gute Gründe:
- Sie braucht z.B. die Sicherheit, nicht die A...-Karte zu haben.
- Sie hat Angst, über den Tisch gezogen zu werden.
- Sie fürchtet, die neue Beziehung durch die Mediation zu gefährden.
- Sie hat Angst davor, dass in der Mediation alte Wunden aufgerissen werden.
- Sie hat zu wenig Informationen, wie eine Mediation abläuft, und kann sich darunter nichts Gutes vorstellen.
- Sie hat Angst, dem/der Ex überhaupt zu begegnen, weil sie noch romantische Gefühle hat, diese aber nicht spüren will, weil die Situation ohnehin schon so weh tut.
- Eine streitige Scheidung scheint mehr Schutz zu bieten.
- Sie ist nicht gewohnt, für sich selbst zu sorgen und Verantwortung zu übernehmen und braucht eine starke Schulter (den Anwalt als Terrier), der für sie sorgt.
Sie können eine Mediation mit Stellvertreter durchführen:
Sie holen eine zweite Person dazu, die die andere Partei "spielt".
Wie es funktioniert, kann man nur mit systemischer Psychologie erklären. Aus Erfahrung weiß ich, dass es funktioniert. Wenn Sie dazu Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen.
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