Ablauf Mediation

Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.

Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.

Virginia Satir

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Ablauf einer Mediation

Eine Mediation läuft meist in mehreren Sitzungen ab (Dauer jeweils ca. 90 min).
Die Anzahl der Sitzungen hängt von der Komplexität des Konflikts ab.

In einem telefonischen Erstgespräch kläre ich organisatorische Fragen (Zeit, Geld etc.) und finde heraus, ob die Mediation im konkreten Fall zur Konfliktklärung geeignet ist.

Falls es für die Konfliktparteien noch zu schmerzlich ist, zu zweit an einem Tisch zu sitzen, oder falls zwischen ihnen ein Machtgefälle besteht, halte ich zunächst Einzelsitzungen oder eine Stellvertretermediation.
Auch dies kläre ich im Vorfeld.

Im ersten gemeinsamen Termin finde ich heraus, ob die Parteien freiwillig gekommen sind, welche Absichten sie haben, ob die Absichten deckungsgleich sind, und welche Konflikte geklärt werden sollen. 

Die nächste Phase dient der "Konflikterhellung" und dauert am längsten, denn hier geht es ans Eingemachte.

Sie zu beschreiben ist relativ schwierig, weil sie ihre eigene Dynamik entfaltet:

Entweder werden anhand eines konkreten Auslösers die Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Interessen der Parteien geklärt.
Oder wir sammeln zunächst Problemfelder, die nacheinander abgearbeitet werden.
Oder es läuft ganz anders ab.

Wie auch immer - ich frage nach, fühle mich ein und unterstütze im Ausdruck der Bedürfnisse und Interessen. Und ich stelle sicher, dass die jeweils andere Partei verstanden hat, welche Bedürfnisse auf der anderen Seite bestehen.

Diese Phase kann viele "Schleifen" erfordern - so lange, bis die Konfliktparteien "satt" sind.

Wenn die Parteien wieder direkt kommunizieren können, fassen wir die Sachprobleme ins Auge. Damit sich die Parteien auf eine gemeinsame Lösung einigen können, setzen wir kreative Methoden ein. Zum Schluss wird eine schriftliche Vereinbarung ausgearbeitet und von den Parteien unterzeichnet.

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