Wer hat´s erfunden?
Dr. Marshall B. Rosenberg?
Dr. Marshall B. Rosenberg (* 1934) ist Schüler von Carl Rogers und Kollege von Thomas Gordon (Familienkonferenz).
Seit 40 Jahren arbeitet er weltweit als Mediator und Trainer und hat die Gewaltfreie Kommunikation, wie er sie nennt, an unzählige Berufsgruppen weitergegeben.
Wie alles begann:
Als Rosenberg mit acht Jahren mit seiner Familie nach Detroit umgezogen war, wurde er als Jude mit den gerade ausbrechenden Rassenkrawallen konfrontiert. Dies bezeichnet er als prägendes Erlebnis, das in ihm zwei Fragen aufwarf, die ihn über viele Jahre beschäftigten:
a) Was bringt Menschen dazu, andere zu verletzen?
b) Warum sind manche Menschen trotz widrigster Umstände in der Lage, mit ihrem mitfühlenden Kern in Kontakt zu bleiben?
Rosenberg studierte Psychologie, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, fand aber keine. Er ließ sich erstmal als Therapeut nieder. In seiner Arbeit war er erfolgreich, weil er seinen Klienten einfühlsam zuhörte. Er gab ihnen Empathie statt Antidepressiva.
Er interpretierte dies so, dass das Hauptproblem in unserer lebensfeindlichen Kommunikation und der zugrunde liegenden Haltung liege. Nunkonnte er sich nicht mehr mit seinem Beruf identifizieren.
Er suchte nach Formen, um die Denk- und Machtstrukturen zu verändern und nach einer Methode, die helfen kann, uns umzuerziehen. Daraus ist die Gewaltfreie Kommunikation entstanden.
Marshall Rosenberg hat die Methode weltweit verbreitet und als Mediator in unzähligen Krisengebieten gearbeitet.