Rechthaben

Willst du lieber Recht haben oder glücklich sein? Beides zusammen geht nicht.
 

Ein Kurs in Wundern

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Rechthaben

Was ist Rechthaben? Wir nähern uns diesem Begriff über die Wahrnehmung: Ich erlebe etwas. Ich nehme etwas wahr - da steckt die Wahrheit schon drin: Ich nehme etwas wahr. Was ich sehe, ist also wahr.

Da können die Schwierigkeiten anfangen, denn mein Gegenüber hat ja auch eine Wahrnehmung. Auch was er sieht, ist wahr.

Blöd, wenn wir etwas Verschiedenes wahrnehmen.
Da kommen wir in den Bereich des Rechthabens: Was ist denn wirklich passiert? Wer hat Recht?
Das kann man oft gar nicht feststellen.

Und es ist auch völlig egal. Es geht nicht darum, Recht zu haben. Es geht darum, zu würdigen, was ich erlebt habe. Welche Gefühle es in mir ausgelöst hat. Welche Bedürfnisse im Mangel geraten sind. Und was ich jetzt brauche, damit das Bedürfnis erfüllt ist.

Die Wurzel allen Übels in diesem Bereich ist die Annahme, es gebe eine objektive Wahrnehmung. Zu glauben, man habe eine falsche Wahrnehmung, kann einem das ganze Leben versauen. Weil man dann nicht mehr auf sich hört.

Recht zu haben schafft eine Assymmetrie in der Beziehung: ich oben, du unten. Oder umgekehrt. Wenn man Recht hat, ist man einsam - einsam oben oder einsam unten. Einsam unten ist schlimmer, also versucht man, wenigstens einsam oben zu sein. Aber man ist nicht glücklich, denn glücklich ist man eigentlich nur durch Verbindung.

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