Gefühle fühlen

"Aufmerksam zuhören ist das beste Kompliment."

Sprichwort

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Ausführlich zum Gefühl (Schritt 2)

Gefühle gelten in der Gewaltfreien Kommunikation als die Signallämpchen für die Bedürfnisse: sie weisen auf ein erfülltes oder unerfülltes Bedürfnis hin.

Aber es ist gar nicht so einfach, zu spüren, was man fühlt:

Sätze die beginnen mit: "Ich habe das Gefühl,..." enthalten z.B. kein Gefühl. Es sind Interpretationen, also Gedanken.
Man denkt also immer noch und fühlt nicht.

Gefühle wie "sich ausgenutzt fühlen", "sich ausgegrenzt fühlen", "sich vernachlässigt fühlen" sind ebenfalls Interpretationen: ich denke, jemand nutzt mich aus.

Solche "Gefühle" enthalten immer einen Vorwurf.
Der Zuhörer, den man für das "Gefühl" verantwortlich macht, wird sich auf einen Angriff vorbereiten. Oder sich zumindest rechtfertigen. Wenn der Zuhörer hingegen ein echtes Gefühl hören würde, würde er vemutlich nicht in Angriffsstellung gehen. Es ist daher verbindender, ein echtes Gefühl zu äußern.

Was sind echte Gefühle?

Man erkennt sie daran, dass man sie auch haben kann, ohne dass eine andere Person etwas Furchtbares getan hat. Es sind Worte wie:
traurig / fröhlich / hilflos / stark / begeistert / ohnmächtig / heiter / beschwingt / entsetzt / erschrocken / ängstlich / irritiert / einsam / allein / enttäuscht / kribbelig / unruhig / ruhig / etc.

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