Was ich im Lauf der Zeit über GFK gelernt habe...
Es geht überhaupt nicht um die vier Schritte.
Und Marshall sagt das auch selbst:
"Die Leute, mit denen ich arbeite, sind alle durch Schulen und Kirchen gegangen, und wenn sie GFK mögen, ist es sehr leicht für sie zu sagen, GFK sei der richtige Weg zu kommunizieren. Es ist sehr einfach, zu denken, dass GFK das Ziel sei.
Stelle dir einen wunderschönen, heiligen Ort vor. Stelle dir vor, dass du Gott treffen kannst, wenn du dort bist. Aber sagen wir mal, da sei ein Fluss zwischen dir und dem Ort, und du musst den Fluss überqueren, um dorthin zu gelangen. Du nimmst dir ein Floß. Wenn du dann drüben angekommen bist, kannst du den Rest der paar Kilometer zu Fuß zu diesem wundervollen Ort gehen. Und man wäre ein Narr, wenn man den Weg weitergeht und immer noch das Floß auf dem Rücken trägt.
Unsere kulturellen Programmierungen sind wie ein trennender Fluss. GFK ist wie ein Floß, das mich über diesen Fluss bringt, damit ich an den heiligen Ort gelange.
GFK ist nicht selbst der heilige Ort.
Wenn wir süchtig nach dem Floß werden, wird es schwerer für uns, an den heiligen Ort zu gelangen. Menschen, die nur den Prozess der Gewaltfreien Kommunikation lernen, können alles über den heiligen Ort vergessen. Wenn sie sich zu sehr an das Floß ketten, wird der Prozess mechanisch."
(Dieses Zitat ist ein Ausschnitt aus einem sehr berührenden Interview zum Thema "Die spirituelle Basis von GFK". > Klicken Sie hier, um es in voller Länge zu lesen.)
In meiner Arbeit als Trainerin ist es mir wichtig, die Sehnsucht nach dem heiligen Ort wachzuhalten. Ihcv vermittle die Weltsicht hinter den Schritten: Öffne dein Herz. Der andere lebt in seiner Welt. Er hat seine eigene Brille auf. Er kann gerade nicht anders als er kann.
Was mich immer wieder beseelt, ist, wenn Menschen miteinander voll präsent sind und sich wirklich gegenseitig SEHEN können. Dann grüßen einander die Buddha-Naturen. Dadurch entstehen heilige Augenblicke der Einheit, in denen die Zeit stehen bleibt.
Das ist jedes Mal ein Wunder.