Kripo im Büro…

zielscheibeGestern telefoniere ich arglos mit einer Freundin, als es plötzlich an der Tür klopft. “Herein”, rufe ich, und durch die Tür stolpert ein kräftiger Mann, der mir seinen Kripo-Dienstausweis unter die Nase hält. *Schluck*

Er hätte gerne mal eine Auskunft. “Ich rufe dich gleich zurück”, sage ich zu meiner Freundin und scanne sofort ich im Geist die letzten Wochen, ob ich irgendwas gemacht habe, was eine Strafvorschrift verletzt haben könnte. Meinen Führerschein habe ich seit Mitte Januar wieder zurück und war auch nicht ohne gefahren… Nein, ich habe nichts angestellt.

“Wohnt  hier ein Herr XY? Er ist nämlich hier gemeldet”, fragt mich der Beamte, und kurz darauf kommt auch noch eine sehr nett aussehende blonde Kollegin hinterher. “Wie bei Tatort”, denke ich, “da sind sie auch meist zu zweit”. “Oh, hat der was ausgefressen”, denke ich mir weiter, aber der freundliche Beamte meint jovial, es sei nichts Schlimmes, es gehe nur um ein Auto. “Jaja”, denke ich mir, “dass es nichts Schlimmes ist, sagen sie immer, damit man sich in Sicherheit wiegt”, laut aber sage ich wahrheitsgemäß “Nein”, der wohnt hier nicht mehr.” Da ich aber weiß, wo er wohnt, gebe ich ihnen Auskunft. Und denke mir  “Ich bin ja nicht mit ihm befreundet, daher kann er nicht erwarten, dass ich ihn decke” .

Aber ich bin doch besorgt, ob er jetzt wohl sauer auf mich ist. Wenn wegen eines Autos die Kripo kommt, muss ja mindestens jemand Fahrerflucht begangen haben.  Mit Strafrecht hatte ich mich auch als Anwältin nie wirklich beschäftigt.
Interessant finde ich, dass ich tatsächlich sofort wirklich sehr erschrocken gewesen war, als die Kripo in meinem harmlosen Büro stand. Ich weiß ja aus den vielen Krimis, die ich schon angeschaut habe, dass man schneller verdächtigt wird als man gucken kann.

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