Mrz 06 2010

„Und täglich grüßt das unordentliche Kinderzimmer“ – meine permanente Zen-Übung

Die bisher größte Herausforderung meines Lebens sind meine Kinder. Egal, wie sehr mich ein Verhalten von ihnen stört, ich muss das Verhalten immer konfrontieren, denn von Kindern kann man sich ja nicht scheiden lassen. Nicht, dass ich das wollte, aber manchmal gibt es so Momente…*tieferatemzug*

Es gibt einige Lektionen, die sie mich seit Jahren geduldig lehren. Eine davon ist mein Verhältnis zur Ordnung. Meine Vorstellung von Ordnung weicht komplett von ihrer ab. weiterlesen »

Feb 23 2010

Kripo im Büro…

zielscheibeGestern telefoniere ich arglos mit einer Freundin, als es plötzlich an der Tür klopft. “Herein”, rufe ich, und durch die Tür stolpert ein kräftiger Mann, der mir seinen Kripo-Dienstausweis unter die Nase hält. *Schluck*

Er hätte gerne mal eine Auskunft. “Ich rufe dich gleich zurück”, sage ich zu meiner Freundin und scanne sofort ich im Geist die letzten Wochen, ob ich irgendwas gemacht habe, was eine Strafvorschrift verletzt haben könnte. Meinen Führerschein habe ich seit Mitte Januar wieder zurück und war auch nicht ohne gefahren… Nein, ich habe nichts angestellt. weiterlesen »

Feb 22 2010

Und schon wieder ein Text über das Ego

Kürzlich habe ich eine Diskussion über das Ego geführt: was ist Ego-Verhalten und was nicht? Gibt es gutes und schlechtes Ego? Ist man egofrei, wenn man mitfühlend ist, einen guten Charakter hat, andere Menschen wertschätzt? Nein, nicht automatisch - sorry! Es kann nämlich auch sein, dass man einfach ein Ego hat, das ein guter Mensch sein will. Man ist viel eher auf dem Weg, das Ego zu verlieren, wenn man zuerst einmal anerkennt, dass man es hat. weiterlesen »

Feb 17 2010

Entrümpeln Sie Ihren Text - überflüssige Worte wie “bilden”, “wirken” und so weiter

Oft muss ich beim Texten gar nicht texten, sondern erstmal Müll entsorgen. Denn die meisten Texte strotzen vor überflüssigen Worten, meist sind es Substantive. “Diese Methode bewirkt eine Entspannung in Ihrem Körper.”  Warum bewirkt? Warum darf sie den Körper nicht einfach entspannen? Mein Körper wäre viel entspannter, wenn er sich entspannen dürfte, anstatt dass eine Entspannung bewirkt wird. weiterlesen »

Feb 12 2010

1:0 gegen mein hochmütiges Ego :-DDD

Neulich hatte ich in meiner GFK-Übungsgruppe nur zwei Männer, weil es wie verrückt schneite und die anderen sich nicht getraut hatten, Auto zu fahren.
An diesem Abend wurde irgendwie der IQ thematisiert, weil einer der beiden Männer ein Thema mit seinem Sohn hatte. Beide Männer haben nach eigener Aussage einen IQ von 130 oder so, und beide haben Kinder, und mindestens einer ihrer jeweiligen Söhne hat ebenfalls einen sehr hohen IQ. weiterlesen »

Feb 09 2010

Wenn zwei das Gleiche anbieten, ist es noch lange nicht das Selbe.

Ich habe mittlerweile ca. fünf Kunden gehabt, die MET bzw. EFT anbieten, also Klopftechniken, mit denen man innere Blockaden lösen kann. Ich hatte auch schon mehrere Yogalehrerinnen, zwei Physiotherapeutinnen, und zwei Menschen, die Cranio-Sacral-Behandlungen anbieten. Ich könnte nun denken “Super, ich schreibe einfach das Gleiche wie bei XY und formuliere es etwas um.” Aber das Gegenteil ist der Fall: weiterlesen »

Feb 07 2010

Liebe dich selbst - und krieg’ die Anderen kostenlos obendrauf!

Fast alle Menschen leiden darunter, dass sie sich selbst nicht genug lieben. Dies äußert sich in vielen Formen, und manche tarnen sich so gut, dass man nicht gleich merkt, dass mangelnde Selbstliebe dahinter steckt.
Da dieses Thema so weit verbreitet ist, hilft dieser Aufsatz vielleicht dem einen oder anderen. :-) weiterlesen »

Jan 28 2010

Mein persönlicher Web-Flop der Woche

Ich habe den Web-Flop ganz zufällig gefunden - Ich schreibe ein Marketingbuch und suchte eigentlich nach einem schlechten Flyer. Ich habe eine Menge gesammelt und einer fiel mir in die Hände, wo “heilsame Lebensenergie” angeboten wird. Das ist auch der Name der Website.

Was finde ich an der Website so schlecht? Alles. weiterlesen »

Jan 20 2010

Habe im Netz eine Osteopathin gesucht - und nichts Zufriedenstellendes gefunden

Ich suche eine gute Osteopathin, weil ich ständig einen verspannten Nacken habe. Schreibtischtäterin eben.

Ich habe eine sehr gute Osteopathin - aber leider ist ihre Praxis in Klein-Umstadt und somit furchtbar weit weg, um mal schnell für einen Termin hinzufahren. Also suchte ich gerade im Internet eine neue Praxis.
Ich fand vier in der Nähe, seufzte - und habe dann erstmal diesen Artikel zu schreiben begonnen. Denn vielleicht hilft er Ihnen, wenn Sie Ihre Corporate Identity aufbauen.

Ich gehöre zur Zielgruppe für eine osteopathische Praxis, ebenso meine komplette Familie. Mein Mann ist sogar privat versichert. Und mir gefiel keiner der drei besuchten Websites. Aus unterschiedlichen Gründen. weiterlesen »

Jan 17 2010

Nur unsichtbare Pizza ist wirklich gut! :-)

Foto: arkpo/Dirk Schumann@fotolia.de

Foto: arkpo/Dirk Schumann@fotolia.de

Vorgestern fand ich den Flyer einer ortsansässigen Pizzeria in unserem Briefkasten. Auf der Titelseite stand unter anderem: “Gute Pizza kann man nicht sehen. Man schmeckt sie.”

“Aha”, dachte ich mir, “dann waren also all die guten Pizzen, die ich in meinem Leben bisher gegessen habe, noch nicht Weltklasse, weil sie sichtbar waren!” So lange eine Pizza sichtbar ist, ist sie nämlich nur ok. Mittelmäßig. Das gilt dann auch für diese hier.
Wenn ich daran denke, dass auch die sichtbaren Pizzen schon ziemlich gut waren, dann erhalte ich eine leise Vorahnung, welches fulminante Geschmackserlebnis mich bei einer unsichtbaren Pizza erwartet! Wahnsinn!

Ich fragte mich, wann die Pizza eigentlich unsichtbar wird: hängt die Qualität schon an der Auswahl der besonders guten Zutaten, oder kommt die Magie erst beim Backen? weiterlesen »

Jan 08 2010

Frankfurt, das Müllparadies

Ich möchte heute ein Loblied auf die Frankfurter Müllabfuhr singen.
Ich glaube nämlich, die Frankfurter wissen gar nicht, wie gut sie es wirklich haben:

Zu den Fakten: weiterlesen »

Dez 23 2009

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Besuchern dieses Blogs ein wundervolles, grooviges Weihnachtsfest mit viel echter Liebe, Harmonie und kitschfreier Herzensverbindung.

Dez 18 2009

Der bedürftige Unternehmer

“Hä, was ist denn das?”, fragen Sie sich?
Ein bedürftiger Unternehmer ist z.B. einer, der Verständnis braucht dafür, dass er teurer ist als andere. Er ist beleidigt, weil man lieber zu jemandem geht, der günstiger ist.
Es ist ein Unternehmer, der von seinen Kunden Anerkennung dafür braucht, wie gut er ist. weiterlesen »

Dez 09 2009

Nett sein… über die Tücken der Höflichkeit

Dies ist ein Ausschnitt aus meinem Buch, das ich noch nicht fertig geschrieben habe. Dieser Ausschnitt ist schon einige Jahre alt, das sieht man an den Beispielen, die ich heranziehe.

„Das ist unhöflich!“ – Die Tücken der Höflichkeit

Im Rahmen der Erziehung meiner Kinder komme ich immer wieder in Konflikt mit dem Thema Höflichkeit: z.B. wenn ich nicht will, dass jemand meine Kinder für schlecht erzogen hält. Wenn z.B. die Nachbarn gerade Kuchen essen und meine Kinder laufen in ihren Garten und fragen, ob sie ein Stück haben dürfen. Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn sie Kuchen erhalten. Aber ich bin besorgt, wie es den Nachbarn damit geht. Würden sie Nein sagen, wenn sie ihnen keinen geben wollen? Oder erwarten sie von mir, dass ich sie gar nicht in diese Lage bringe, indem ich meinen Kindern einschärfe, dass man nicht „bettelt“? Und denken sie nun vielleicht, dass ich meine Kinder schlecht erzogen habe, weil sie noch nicht diese innere Sperre haben, welche bei den meisten Erwachsenen vorhanden ist? weiterlesen »

Dez 04 2009

Sag niemals “Ich kann nicht”!

Dieses Video habe ich gerade “zufälllig” gefunden - es handelt von einem nicaraguanischen Gitarrenspieler, der keine Arme hat. Es hat mich zu Tränen gerührt, denn es hat mich daran erinnert, wie oft wir nicht sehen, was wir alles haben und tun können. Wir fokussieren uns auf den Mangel anstatt auf die Fülle. Dieser Mann hat keine Arme, aber das hat ihn nicht abgehalten, Gitarre zu spielen.

Es ist in Spanisch mit englischen Untertiteln:

Dez 04 2009

“Zur Sicherheit können 500,- Euro-Scheine nicht angenommen werden” - eine kleine Abhandlung zu Aktiv- und Passivsätzen

Diesen Satz habe ich gestern an der Tankstelle gelesen. Was steckt in diesem Satz, den man kaum passiver gestalten kann? EUR 500,–Scheine können nicht angenommen werden.  Es scheint an den Geldscheinen zu liegen, nicht am Willen des Tankstellenbesitzers - es ist offenbar objektiv unmöglich, sie anzunehmen. Was könnte passieren? Explodieren sie bei der Übergabe? Sind 500,-Scheine mit einer ätzenden Substanz ausgestattet, die ihre sofortige Zerstörung bewirkt? weiterlesen »

Nov 27 2009

Schweinegrippe - erste Bilanz eines Arztes für Naturheilverfahren

Diesen Artikel habe ich als Newsletter von Dr. Ingfried Hobert erhalten, einem Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Naturheilverfahren:

Als hausärztlich tätiger Allgemeinarzt mit Schwerpunkt Naturheilverfahren mache ich in meiner Praxis zurzeit folgende nüchterne Beobachtung:

Wir beobachten ein gehäuftes Auftreten von Wintergrippe. Diese verläuft harmlos und kürzer als die sonst übliche Grippe. Durchschnittliche Dauer 3-4 Tage. Bei gutem Immunsystem beträgt oftmals die Auseinandersetzung mit dem Erreger nur einen Tag. Selten Dauer länger als 6 Tage. weiterlesen »

Nov 24 2009

Von der Schwierigkeit, für jemanden “schnell mal einen Text zu schreiben”

“Können Sie schnell mal einen kurzen Text für mich schreiben?
Nur ein paar Sätze, braucht gar nicht viel sein.”
Diese Frage höre ich sehr oft. Meine Antwort ist: “Nein, so schnell geht das nicht”.
“Hä, ich denke, Sie texten so mühelos, und Ihnen fallen die Worte in den Schoß? War das nur Angeberei”, kann man irritiert zurückfragen.
“Nein”, ist meine Antwort wieder, “Angeberei ist das nicht”.

Wie geht das also zusammen? Kann ich nun mühelos texten oder nicht? weiterlesen »

Nov 22 2009

Empathie - ein praktischer Fall aus meinem Leben

Schon lange wollte ich einen Artikel zum Thema “Einfühlsame Kommunikation” schreiben, und es war mir fast peinlich, dass ich Monate nach dem Entstehen dieses Blogs noch keinen geschrieben hatte. Aber heute, am Sonntag, ist mir etwas passiert, das es wert ist, aufgeschrieben zu werden, weil es - besonders für Eltern - hilfreich sein könnte: weiterlesen »

Nov 17 2009

Noch eine Epidemie, gegen welche die WHO mit aller Macht vorgeht

Den folgenden Text habe ich heute gleich zweimal per Email erhalten und möchte ihn Ihnen nicht vorenthalten. :-)
Ich weiß nicht, wer ihn ursprünglich verfasst hat, aber das ist auch egal.

Neben der Schweinegrippe verbreitet sich eine weitere Epidemie mit rasender Schnelligkeit. Die WHO befürchtet, dass Milliarden Individuen in den nächsten 10 Jahren infiziert werden. (Und überhaupt nur zum Schutz vor dieser Epidemie erhielt die Schweinegrippe so unverdient den Pandemie-Upgrade, aber das nur nebenbei…).

Hier folgen die Hauptsymptome:

Es wächst die Neigung, sich durch seine eigene Intuition leiten zulassen, anstatt unter dem Druck von Ängsten, aufgezwungenen Ideen und Verhalten, das in der Vergangenheit konditioniert wurde.

Man erlebt abnehmendes Interesse, andere oder sich selbst zu beurteilen, oder sich mit etwas zu beschäftigen, das Konflikte verursachen könnte.

Man verliert die Fähigkeit, sich Sorgen zu machen – das ist eines der von der WHO gefürchtetsten Symptome.

Man erlebt ein konstantes Wohlgefühl beim Wertschätzen von Menschen und Dingen so wie sie sind, was zur Folge hat, dass man andere nicht mehr verändern will.

Man entwickelt das Bestreben, für die eigenen Gedanken, Gefühle, Emotionen, Körper, das materielle Leben und die Umgebung auf eine positive Art zu sorgen, sodass unser Potential an Gesundheit, Kreativität und Liebe voll
entwickelt wird.

Man erlebt rezidivierende (wiederholte) Anfälle von Lächeln: einem Lächeln, das „Danke“ sagt und das ein Gefühl von Einheit mit allem was lebt aufbaut .

Man wird immer empfänglicher für Einfachheit, Lachen und Freude.

Man erlebt immer häufiger Momente, in welchen man mit seiner Seele in Nondualität kommuniziert, was ein angenehmes Gefühl von Zufriedenheit und Glück verursacht.

Man findet Befriedigung darin, dass man sich wie ein Mensch verhält, der Fröhlichkeit und Licht bringt anstatt Kritik oder Gleichgültigkeit.

Man entwickelt die Fähigkeit, alleine, im Paar, in einer Familie und Gemeinschaft auf eine flotte und gleichberechtigte Art zu leben, ohne Opfer, TäterIn oder RetterIn spielen zu wollen.

Man fühlt sich verantwortlich und glückselig, weil man der Welt seine Träume von einer harmonischen und friedlichen Zukunft und einer Welt im Überfluss schenken will.

Man akzeptiert die eigene Anwesenheit auf der Erde total und entwickelt den Willen, sich jeden Moment zu entscheiden für das, was schön, gut, wahr und lebendig ist.

Also:
Wenn Ihnen diese Symptome unheimlich sind und Sie lieber weiterhin in Angst, Abhängigkeit, Konflikten, Krankheit und Konformismus leben wollen, vermeiden sie dann um jeden Preis jeden Kontakt mit Menschen, welche
diese Symptome zeigen. Denn dieser Zustand ist äußerst ansteckend.

Falls sich bei Ihnen schon einige der oben genannten Symptome zeigen, müssen Sie wissen, dass Ihr Zustand
wahrscheinlich hoffnungslos ist. Die WHO wird zwar weiterhin versuchen, Sie mit angstmachenden Meldungen vor diesem Syndrom zu schützen, aber medizinische Behandlungen können die Symptome nur für kurze Zeit unterdrücken.

Es gibt nämlich keine Impfung gegen Glück.

Weil diese Glückskrankheit den Verlust der Angst vor dem Tod mit sich bringt, was einer der zentralen Pfeiler ist, worauf der Glaube in die materialistische moderne Gesellschaft sich stützt, kann eine große soziale Veränderung entstehen. Diese zeigt sich z.B. daran, dass man die Neigung verliert, Krieg führen zu wollen, nicht mehr unbedingt Recht haben will, im Entstehen von Ansammlungen von glücklichen Menschen, die singen, tanzen und das Leben feiern; im Auftreten von Gruppierungen, die ihre körperliche und seelische Heilung feiern, die Lachanfälle und kollektive Glücksgefühlsausbrüche haben.

Nov 07 2009

Ein Vogelschwarm und ein Traum

Als ich mich gestern mit meiner Tochter auf dem Rückweg von Ikea nach Hause befand, sah ich einen Schwarm Stare.  Ich sah sie, während ich an einer Ampel wartete, und es fiel mir schwer, mich auf den Verkehr zu konzentrieren, denn ich liebe diesen Anblick. Es ist besser, als das Meer zu beobachten. Wir fuhren um die Ecke und hielten auf dem erstbesten Parkplatz (mitten im Industriegebiet “Am Martinszehnten”) und rannten zurück in die Nähe des Feldes, wo der Schwarm herumflog. Hunderte von Staren, die Figuren bildeten, auseinanderstoben, wieder zusammenfanden, auf den Boden scheinbar abstürzten, wieder aufflogen, in Herzform, in Flaschenform, sich ständig verändernd, mal schnell, mal langsam; manchmal waren sie so dicht beieinander, dass sie wie ein schwarzer Punkt aussahen, dann wieder war der Schwarm ganz zerfasert - und immer in Bewegung. Jeder schien mal die Führung zu übernehmen, und es war völlig egal. Sie kümmerten sich nicht um die Autos (und die meisten Autofahrer kümmerten sich auch nicht um die Stare), sondern folgten ihrem gemeinsamen Impuls -  und sie waren das mit Abstand Schönste, was ich an diesem Tag zu sehen bekam. Ich war dankbar und freute mich sehr, dass ich endlich Gelegenheit hatte, sie für einen längeren Zeitraum zu bewundern. Diese Stare waren (oder sind) in der Einheit mit allem, was ist.

Und in der Nacht hatte ich eine Erkenntnis in einem Traum. Die Geschichte ist eigentlich unwichtig: ich sprang aus irgendeinem Grund auf einem hohen Trampolin, und unter mir schauten viele Menschen zu, die alle dicht beieinander standen. Sie bildeten sozusagen auch einen Schwarm. Sie bewegten sich alle synchron, und entweder stellte ich mir vor, dass einige von ihnen plötzlich zu streiten begannen, oder sie taten es wirklich. Ich sprang auf meinem Trampolin und hatte die Erkenntnis, dass alle Menschen, die dort unten standen, eins waren, also ein Bewusstsein - und dass es lächerlich ist, wenn einige zu streiten beginnen. Es kam mir vor wie eine absichtliche Leugnung der Realität. Wenn man sich vorstellt, alle Menschen sind Wellen auf demselben Ozean, dann ist es hanebüchen, wenn zwei benachbarte Wellen miteinander streiten.

Ich erinnere mich noch, wie ich lachte, danach weiß ich nichts mehr.

Und heute dachte ich: “Dies kann nur passieren, wenn etwas die Wahrheit verschleiert.” Ich bin dankbar für diesen Traum, weil er endlich mal deutlich war.
Und ich sehne mich sehr nach dem Zustand eines Stares - er gehört zu den anderen, er hat nicht das Bedürfnis, etwas Besonderes zu sein und er fängt auch nicht zu streiten an, dass er endlich mal vorne sein will, oder dass der benachbarte Vogel zu dicht an ihn heranfliegt, und dass das respektlos ist. Er fliegt mit den anderen und ist verbunden mit allem, was ist. Das wünsche ich mir für mich ebenfalls.

Nov 07 2009

Die erste Bürowoche im neuen Domizil ist vorüber…

…und jetzt geht endlich auch mein W-LAN und mein Telefon, die Tür ist von innen gestrichen, und sogar der Lichtschalter wird hoffentlich bald verkleidet - im Moment blicke ich dauernd auf seine Eingeweide, und diese sind exakt in Kopfhöhe. Wann ich endlich mein Treppchen bekomme, kann ich noch nicht sehen, weil so viele andere Projekte vorrangig sind. Also, liebe Kunden, dann müssen Sie noch einige Tage (hoffentlich!) die 45 cm erklimmen.

In dieser Woche (und voraussichtlich auch in der nächsten) konnte ich nur am Vormittag im Büro arbeiten (und nicht am Nachmittag), weil mich überall im Haus noch Stapel von Kartons und unerledigte Haufen angrinsten. Außerdem musste ich mit meinen Kindern diverse Besorgungen machen. Aber lange kann das nicht so weitergehen, denn meine Kundenaufträge häufen sich.

Ich habe die Hoffnung, dass sich das alles bald einrütteln wird.
Und dass mein Heimweh sich langsam legt.
Hätte nie gedacht, dass ich den Hegbach so vermisse.
Erzhausen ist ein idyllisches Dorf inmitten von Natur. Jetzt wird mir das erst so richtig klar, denn hier bin ich eingekeilt zwischen A5 und A 661, und man hört immer ein sanftes Rauschen… Und man spürt auch das Gewerbegebiet - es ist einfach eine geschäftige Atmosphäre hier, auch wenn der Ort Kalbach sehr beschaulich und nett ist.
Ich werde mich schon daran gewöhnen.

Nov 04 2009

Grippe-Spektakel - Schluss mit der Panikmache!

In den letzten Tagen erhalte ich immer wieder warnende, alarmierende Emails zum Thema Zwangsimpfung. Gestern Abend erhielt ich gleich sechs Emails von einer einzigen Person. Ich telefonierte gerade mit jemandem und rief die Emails nur ab, weil meine Telefonpartnerin mir Fotos geschickt hatte, die ich anschauen sollte.

Allein beim Lesen der Betreffs fuhr es mir so in den Magen, dass ich mich nur noch schwer auf das Telefonat konzentrieren konnte. Ich habe keinen der angegebenen Links besucht, denn ich docke sofort an das Feld der Angst an. Aber es war schon zu spät: Ich spürte zwei graue Felder in meinem System, ein starres und ein waberndes. Die Felder saugten mir alle Energie ab.
Ich konnte mich kaum noch bewegen und fror. Wer Harry Potter gerne liest, kennt die Dementoren, die einem jede Freude und Hoffnung heraussaugen. So ungefähr fühlte ich mich.

In diesem Zustand gibt es nichts anderes mehr als Angst. Sie ist ein schwarzes Universum, kalt und unendlich, und sie fühlt sich an wie die Angst der gesamten Menschheit.

Ich rief sofort eine Heilerin an: Andrea Leitold (www.seelenbilder.net).

Sie beruhigte mich schickte mir später am Abend einen Text, den ich unten zur Verfügung stelle, damit wir uns klarmachen, was wir da tun, wenn wir „über die Realität informieren”, weil wir „den Kopf nicht in den Sand stecken dürfen”. 1. Welche Realität? 2. Wer erschafft denn die Realität? Ist die Realität etwas, das mir von außen zustößt, oder das ich selbst kreiere?

Kognitiv wissen wir alle, dass wir die Realität erschaffen, aber wenn wir solche Meldungen hören, werden wir panisch und vergessen es wieder. Ich auch.

Wann ist eigentlich der Tatbestand Den-Kopf-in-den-Sand-stecken erfüllt?

Wenn wir uns standhaft auf das Gute fokussieren und positive Gedanken erzeugen, oder wenn wir uns der vermeintlichen Realität stellen - und uns auf die Angst einschwingen?

Ich habe mir zeit meines Lebens schon unzählige Male ins Hemd gemacht wegen NATO-Doppelbeschlüssen, Terrorwarnungen, drohender Kriege, vorausgesagter Kometeneinschläge und Weltuntergänge.

Jedes Mal wurde ich informiert, damit ich mich der Realität stelle. Na toll. Ich fühlte die Angst - und die Realität kam nicht. Reine Energieverschwendung.

Und in Bezug auf die Grippe-Impfung: was soll ich denn mit der Warnung tun?

Was solche Warnungen bewirken, ist, dass man noch mehr Menschen in die Polarität Wir-sind-die-Guten,-die-Anderen-sind-die-Bösen gewinnt. Das bringt nichts Gutes hervor.

Wie kraftvoll sind wir, wenn wir gelähmt vor Angst sind?

Wie dienen wir der Welt, wenn wir uns als Opfer der Obrigkeit fühlen?

Wir sind keine Opfer. Wir haben alles miterschaffen.

Wir müssen uns daran erinnern, damit wir sehen, dass wir es ändern können.

Die Energie folgt immer der Aufmerksamkeit.

Und hier kommt Andreas Text, den sie gechannelt erhalten hat:

„Gleichgültig was von den Meldungen, die ihr in den letzten Tagen zum Thema Impfung erhaltet der Wahrheit entspricht oder nicht: lasst nicht zu, dass die Angst euer System flutet.

Der letzte vergleichbar große Schrecken wurde durch die Pocken-Epidemie ausgelöst. Aber hier war wirklich eine Epidemie da. Und diese Erinnerung sitzt noch im kollektiven Unbewussten.

Jetzt scheint es wieder einen Virus zu geben der die Menschen bedroht, Zwangsimpfung steht im Raum. Seht ihr die Zusammenhänge? Eure Erinnerung wird gerade aktiviert und die Folge ist Angst, dass das gleiche noch einmal passieren könnte.

Was hilft? Zunächst einmal die Erkenntnis, dass hier alte Ängste aufkochen, die sich nun an einer „neuen Sau, die durchs Dorf getrieben wird” nähren.

„Euch geschehe nach eurem Glauben” - das bedeutet: wenn erwachte Menschen, mit einem geschulten Geist jetzt in Panik verfallen, werden sie genau die üblen Geschehnisse anziehen die in einer möglichen Zukunft liegen. Die Zukunft hängt also von den Erwachten ab, die im Vertrauen sind. Sie sagen „NUR DAS GUTE IST WIRKLICH! Diejenigen aber, die sich die Klarheit ihres Herzens bewahren, die im Vertrauen sind, dass die Schöpfung jetzt nur das Beste für sie bereit hält können einen stabilen Anker setzen. An ihnen könnt ihr euch in diesen „nebligen Zeiten” orientieren. Die Zeiten, in denen sich die Menschheit durch Angst manipulieren ließ gehen vorbei. Dafür ist das Bewusstsein in der gesamten Menschheit schon zu sehr angestiegen.

Bei welcher Mannschaft spielst du nun mit - Angst oder Vertrauen? Du darfst entscheiden. Und übrigens: Das LEBEN gewinnt immer!”

Okt 31 2009

Langsam ankommen

Nachdem wir nun eine gute Woche in Kalbach schlafen und fast alle Sachen hergebracht haben, kommen wir allmählich im neuen Haus an. Gestern hatten wir die private Einweihungsfeier (weil mein Mann Geburtstag hatte), und das hat viel dazu beigetragen, dass wir uns hier heimisch fühlen. Als wir vorgestern in Erzhausen Sachen herausgeholt haben, waren auch wesentlich weniger Tränen gekommen als beim Mal davor.

Die Küche ist schon richtig gemütlich, und heute haben wir zum ersten Mal den Kamin benutzt. Einfach wundervoll! Ein Kamin ist sozusagen Downtown eines Hauses - also da, wo der Papst boxt. :-)

Und ab Montag arbeite ich wieder im Büro.
Wenn Sie diesen Blog als Kunde verfolgen, können Sie also aufatmen - das Warten hat endlich ein Ende.
Und ab 3.11. bin ich - hoffentlich - auch wieder per Festnetzleitung erreichbar.

Okt 27 2009

Im Wirbel des neuen Lebens

Boah, das geht alles ganz schön an die Substanz!
Wir sind jetzt umgezogen - zumindest körperlich, denn meine Seele ist noch nicht ganz angekommen.
Gestern sind wir in unser altes Haus gefahren, um noch Sachen zu holen. Obwohl das neue Haus natürlich größer und schöner ist, war ich sehr traurig, als wir ankamen. Wir haben so viele schöne Jahre dort verbracht, unsere Kinder kamen dort zur Welt, und wir haben viel Arbeit und Liebe hineingesteckt.
Es tut ganz schön weh, wenn ich mir klarmache, dass wir dort nie mehr wohnen werden.

Dann heute die neue Schule - auch wahnsinnig aufregend. Auch die Schule selbst ist im Umbruch, denn erst seit heute war das Interimsschulhaus auf dem neuen Gelände zugänglich: drei Baucontainer. Seit den Sommerferien hatte sich die bisherigen Schulkinder in Zelten oder einfach irgendwo auf dem Gelände aufgehalten.
Und wenn die Schule den Kindern so viel Freiraum ermöglicht, wie man es sich als Kind nur wünschen kann - als Eltern hat man ziemlich viele Pflichten: regelmäßige Elternabende, Projektabende, Arbeitseinsätze usw. Auch daran muss ich mich erst gewöhnen.

Ich merke, das ist alles ganz schön viel für mich - physisch und emotional.

Okt 27 2009

Beschwerde einer echten Designerin

Am 24.10. habe ich an der Ignition-Messe in Mainz teilgenommen. In letzter Minute interessierte sich eine Frau für meine Arbeit und fragte mich nach meiner Kernkompetenz. Arglos antwortete ich, dass ich Texte, Design und Marketingberatung anbiete. Dass ich auch Mediation und Paarberatung anbiete, konnte ich gar nicht mehr erwähnen, denn sie unterbrach mich mit den Worten, das sei ja ein Bauchladen, und das könne ich unmöglich alles können. Ich könne sicher nur texten (ich erinnere den Dialog wirklich nur sinngemäß). Sie sei nämlich Designerin und hätte das studiert, und ich könne sicherlich nicht etwas, für das andere studieren würden. Achso, dachte ich. Ich konnte ihre Entrüstung förmlich riechen - und natürlich gut verstehen: da rackert man sich ab und studiert tapfer Jahr um Jahr, und dann kommt so eine hergelaufene Rotznase (na ja, sie war sicherlich jünger als ich, aber trotzdem) und meint, sie könne das einfach alles auch, was man sich selbst mühsam erarbeitet hat. Wie kann jemand glauben, er kann einfach so designen?
Als ich sagte, dass ich es einfach tue, weil es mir Spaß mache, weil ich den Glaubenssatz hätte, dass ich alles könne, was ich wolle, und dass ich damit mehr Erfolg hätte als ich je als Anwältin gehabt hätte, da erwiderte sie säuerlich (zumindest kam es mir säuerlich vor), ich hätte ja ein ganz schönes Selbstbewusstsein. “Ja”, begann ich zu antworten, “ich habe einfach so viele schlechte Flyer gesehen,” doch da korrigierte sie mich schon “Sie fanden sie schlecht!” und ich erwiderte “die, die ich meine, hätten Sie sicher auch schlecht gefunden, ich meine solche, die auf Kopierpapier gedruckt sind”, doch da unterbrach sie mich schon wieder - ich weiß nicht mehr, mit was. Ich vermute, wenn ich mir schon anmaße, selbst zu designen, obwohl ich es doch gar nicht studiert habe, dann darf ich mir nicht auch noch anmaßen, über das Design anderer selbstgemachter Flyer zu urteilen.

Ich zeigte ihr dann meine Projektordner, damit sie sehen konnte, wie meine Arbeiten aussehen. Als sie auf einige ältere Flyer stieß, die aufgrund eines vorgegebenen Logos in Rot und Gelb entsprechend farbenfroh waren, nickte sie in einer Weise, als sei sie froh, bestätigt worden zu sein, oder so, als ob sie von mir auch nichts Besseres erwartet hätte. Ich ersparte mir den Hinweis, dass das Logo schon da gewesen war, und dass die Kundin einen Flyer bestellt hatte, den sie selbst auf ihrem Drucker produzieren konnte, und dass er deswegen einen so hohen Weißanteil gehabt hatte: “Soll sie doch denken, was sie will.” Ich wollte mich nicht rechtfertigen.
Ich beobachtete, wie mein Kinder-Ich immer kleiner wurde und sich fürchtete (dabei war die Frau mindestens einen halben Kopf kleiner als ich), während gleichzeitig ein erwachsenerer Persönlichkeitsanteil in mir grinste, weil die arme Frau nach Indizien suchte, warum ich auf keinen Fall designen können darf.
Und während ich meinen Stand zusammenpackte, stellte sie mir einerseits weiter Fragen zu meiner Arbeit als Texterin, und ob ich wirklich fit in der neuen Rechtschreibung sei, und sie schien mich sogar für ein konkretes Projekt zu suchen, aber andererseits hörte ich so deutlich eine Schärfe und Missbilligung in ihrer Stimme, dass ich mich irritiert fragte: Wenn sie doch so offensichtlich deutlich empört darüber ist, dass ich mir anmaße, zu designen, wie kann sie dann mit mir zusammen arbeiten wollen?
Vermutlich meldet sie sich nicht mehr - vor allem, falls sie diesen Eintrag liest.
Ist aber nicht so schlimm. Kooperationspartner, bei denen ich mich für mein Leistungsspektrum rechtfertigen muss, brauche ich sowieso nicht.

Okt 19 2009

Bienen leben gefährlich

(Obwohl die Telefonnummer nicht mehr geht, komme ich seltsamerweise doch noch ins Internet - mit dem Laptop meines Mannes)Heute habe ich endlich meine Buchen-Schreibtischplatte mit Bienenwachs eingestrichen. Das hatte ich schon lange machen wollen, und der Umzug ist genau die richtige Gelegenheit, denn in dem neuen Büro sah die unbehandelte, aber benutzte Tischplatte nicht schön aus.
In der Gebrauchsanleitung stand, dass man den benutzten Pinsel auf keinen Fall herumliegen lassen sollte, sondern in eine wässrige Lösung legen sollte, weil Bienenwachs selbstentzündlich sei. weiterlesen »

Okt 16 2009

Umzug dauert an - und fordert Opfer

Bilanz: Treppenhaus, Wohnzimmer und Büro alleine gestrichen, Küche fehlt noch.
Wohnzimmer hat 32 qm, Büro 15 qm, die Größe des Treppenhauses schwer zu berechnen.
Die ungewohnte Anstrengung eines so unsportlichen Menschen hat ihre Spuren hinterlassen: jede Nacht wird mir die rechte Hand mehrmals erst pelzig, dann eiskalt und schließlich glühendheiß. Heute habe ich Rückenschmerzen und kann mich kaum bewegen, dabei habe ich gestern gar nichts Anstrengendes gemacht.
Ich fühle mich überlastet und dünnhäutig und weiß nicht, wo ich mein Ei hinlegen soll:
In beiden Häusern steht unser Zeug rum, und immer ist das, was ich gerade brauche, woanders. Nirgends fühle ich mich zu Hause. Und statt die neue Wohnung möglichst schnell einzuräumen, damit dieser Übergangszustand endlich aufhört, muss ich mich jetzt auch noch schonen. Und dabei drängt die Zeit: wenn meine Kinder von der Oma zurückkommen, muss das Wesentliche fertig sein, denn dann fängt die Schule an.

Und natürlich melden sich immer wieder mal Kunden - neue und “alte”, die ich bedienen müsste. “Ich weiß, Sie ziehen gerade um, aber können Sie das schnell mal machen?” Ungefähr zehn solcher schnell zu erledigender Anfragen habe ich (ich habe nicht gezählt, aber nach zehn fühlt es sich an), und ich habe keine davon erledigt, denn wenn ich mal anfange, kann ich nicht mehr aufhören.
Ich fühle mich wie ein Jongleur, der 20 Teller auf ihren Stöckchen halten soll - aber manchmal denke ich “Ach, dann fallt halt runter - ist mir jetzt auch wurscht!”

Gestern war übrigens ein schöner Tag. Ich habe für die Ikea-Weltmeisterschaft trainiert (gibts die wirklich?), indem ich 6 Expedit-Türeinsätze montiert habe. Die Sonne schien, es war gar nicht sooo kalt (nicht so wie heute) und ich wurde immer schneller. Mein Büro sieht toll aus, und es machte mich sehr glücklich, in diesem neuen Zimmer alle Bücher zu sortieren und einzuräumen.
Aber gestern hatte ich auch keine Schmerzen. Heute habe ich einen Tunnelblick und kann nicht einparken, weil ich meinen Kopf fast nicht drehen kann. Ein Wunder, dass ich noch keinen Unfall gebaut habe. Ich wollte heute man ganzes Restbüro nach Kalbach bringen, aber das kann ich nicht realisieren, und das frustriert mich.
Ich bitte Sie um Nachsicht und Geduld mit mir.

Okt 11 2009

Umzug - heiße Phase

So, ab Montag bin ich dann wirklich fast nicht mehr zu erreichen, denn wir müssen nicht zum 01.11. umziehen, sondern schon zum Schulanfang nach den Ferien, mithin also zum 26. Oktober. Und am 24.10. habe ich noch eine Messe in Mainz.
Ich weiß noch nicht, wie wir das alles schaffen sollen. Mein Büro ist noch nicht fertig gestrichen, und mit dem 32 qm großen Wohnzimmer haben wir noch nicht mal angefangen. Ganz zu schweigen von der Küche, die ebenfalls noch gestrichen werden muss. Das Treppenhaus ist jetzt fertig, aber es hat wider Erwarten drei Tage in Anspruch genommen, weil der Rauhputz sehr viel Farbe gebraucht hat und immer wieder rote Flecken von der alten Farbe durchkamen.
Und in meinem Büro musste ich dreimal die Tapetennähte mit Kleister unterspritzen. Heute erst habe ich zu Streichen begonnen. Immer dauert alles länger als man denkt.

Ich bitte also um Verständnis, wenn ich furchtbar schwer zu erreichen bin.

Okt 10 2009

Neulich im Geschäft für Läuferbedarf - oder: Wie geschäftstüchtig sind Sie?

Neulich im Geschäft für Läuferbedarf - oder: Wie geschäftstüchtig sind Sie?

Es war Samstag, ca. 15 Uhr. Wir waren auf dem Weg irgendwohin, und ich wollte mir wärmere Joggingkleidung kaufen (das ist ein Trick, mit dem ich meinen inneren Schweinehund überliste: er kann dann im Winter nicht sagen, er hätte zum Joggen grad nichts Passendes anzuziehen…). Auf der Frankfurter Straße in Neu-Isenburg war ein Laden für Läuferbedarf, und obwohl mein Mann annahm, dass es sicher schon geschlossen sei, ging ich mal kurz hin, um nachzuschauen. Ich freute mich, denn die Tür war nicht abgeschlossen. Ich ging also hinein. Ein Mann, ca. 35 Jahre alt, kam mir entgegen und teilte mir mit, es sei eigentlich geschlossen. Ich irritiert: “Die Tür war aber offen!” weiterlesen »

Okt 02 2009

Umzug - für eine paradiesische Schule

In den letzten Wochen werde ich häufiger gefragt, warum wir denn umziehen. Hier ist die Antwort:

Weil unsere Kinder auf eine andere Schule gehen wollen (und sollen):  die Aktive Schule Frankfurt (www.aktive-schule-frankfurt.de).
Wenn mich Menschen fragen, was das für eine  Schule ist, sage ich gerne: “Unsere Kinder können da machen, was sie wollen. Buchstäblich. Es gibt keine Noten, keine Hausaufgaben, keine Klassenarbeiten.” weiterlesen »

Sep 24 2009

Warum Unternehmer sich lieben sollten…

Kürzlich hatte ich eine extrem angenehme Kundin: sie zahlte meinen Vorschuss sofort, sie war von meiner Arbeit völlig begeistert und die Gespräche waren fruchtbar und inspirierend. Ich erstellte für sie in nur zwei Tagen eine 12seitige Broschüre, und alles funktionierte wie geölt.

Was war das Besondere an diesem Auftrag?
Die Unternehmerin liebte sich vollständig. weiterlesen »

Sep 03 2009

Wir ziehen um!

neues Haus

Dies ist unser neues Haus in Frankfurt-Kalbach.
Mein neues Büro liegt in einem eigenen Anbau und ist natürlich größer als jetzt. :-)
Da wir noch einige Räume streichen wollen und den Umzug in mehreren Etappen vollziehen, werde ich im Oktober keine neuen Projekte annehmen.
Aber alles, was vorher noch fertig werden muss, wird noch erledigt - zur Not auch nachts.

Und warum ziehen wir um?

Weil unsere Kinder auf eine andere Schule gehen wollen und sollen: die Aktive Schule Frankfurt (www.aktive-schule-frankfurt.de).

Aug 10 2009

“So teure Werbung kann ich mir nicht leisten - es muss erstmal Geld reinkommen!”

Sparen

Sparen

Vielen Unternehmern ist es zu teuer, gute Werbung zu machen - besonders Therapeuten, Coaches und sonstige heilerisch tätigen Menschen.
Nachdem sie schon so viel Geld in ihre Ausbildung oder Ausstattung gesteckt haben, wollen sie nicht nochmal Geld in die Werbung investieren. Erstmal soll Geld reinkommen - damit man den Kühlschrank wieder auffüllen kann. “Ich fang’ erst mal mit einem selbstgemachten Flyer an. Das muss reichen für den Anfang.”
Angesichts der hohen Zahl an Mitbewerbern ist das aber der falsche Ansatz.

Henry Ford hat mal gesagt: “Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen investieren, müssen Sie einen zweiten bereithalten, um das bekannt zu machen.”
Und das stimmt.

Die Menschen, die aus ihren alten Berufen (z.B. im Bankgeschäft) aussteigen und sich als Heilpraktiker oder Coach selbstständig machen, werden immer mehr. Und sehr viele beginnen mit selbstgemachter Werbung. Sie denken, sie können erstmal alles selbst machen - und dennoch würden die Klienten zu ihnen strömen.

Was sind die typischen Fehler?

1. Sie basteln z.B. ihr Logo selbst, z.B. in launiger Atmosphäre in der Kneipe, zusammen mit guten Freunden. Das ist ungefähr so, als ob Sie Ihren One-Night-Stand gleich am nächsten Tag heiraten und erwarten, dass eine Super-Ehe daraus wird.
Ein Logo sollte laaaaange halten, d.h. man sollte es möglichst lange nicht ändern. Wenn Sie aber merken, dass Ihr selbst gebasteltes Logo schei…..e aussieht, ist es wirklich so, als ob Sie in geistiger Umnachtung Ihren One-Night-Stand geheiratet haben und nun verkatert feststellen, dass der Typ eine Nullnummer ist.
Was tun? Wenn man mal eine Corporate Identity gesetzt hat (also den Typ geheiratet hat), ist es ungünstig, wenn man sie gleich wieder verändert, denn der Markt muss sich erstmal an das Unternehmen gewöhnen. Mit einem Logo ist das nämlich leider anders als mit dem One-Night-Stand: im Privatleben nimmt Ihnen keiner übel, wenn Sie bei der Wahl Ihres Liebsten völlig daneben gegriffen haben. Sie können die Ehe annullieren lassen, kein Problem.
Wenn Sie hingegen in einer Nacht- und Nebelaktion ein Logo geheiratet gebastelt haben und nach einigen Wochen aufgewacht sind, dann sollten Sie das Beste daraus machen. Um im Bild zu bleiben: Freunden Sie sich mit dem Typ an, machen Sie ihm einen neuen Haarschnitt, kaufen ihm bessere Klamotten, damit Sie sich mit ihm sehen lassen können. Er ist Ihr Aushängeschild. Oder wenn er wirklich ein totaler Versager ist, dann tauschen Sie ihn halt doch aus. Aber diesmal BITTE mit professioneller Hilfe.
Kompetenz zeigt sich an der Firmenkontinuität. Insofern sollte man ein Logo sehr ernstnehmen.

2. Sie machen ihre Website selbst - und so sieht sie dann auch aus. Weiße Schrift auf buntem Hintergrund, schlechte Texte, viele verschiedene Schriftarten und -größen, keine oder hässliche Fotos, schlechte Navigation usw. Dann lieber gar keine Website.

3. Sie benutzen selbst gemachte Flyer: sie sind mit dem Bürodrucker ausgedruckt und in MS Word erstellt. Sie haben keine Fotos oder nur gerippte aus dem Internet, sie haben verschiedene Schriftarten und -größen, die Sätze sind zu lang oder zu kurz, außerdem strotzt der Flyer natürlich vor Rechtschreib- und Kommafehlern. So sieht ein ganz normaler selbstgemachter Flyer aus.

Natürlich können auch solche Unternehmer erfolgreich sein, wenn sie einfach sehr oft weiterempfohlen werden. Das ist dann aber trotz und nicht wegen der Werbung.

Wenn man ein Geschäft plant, ist es gut, die folgenden Schritte einzuhalten und Fragen zu stellen:

1. Schritt: ich habe festgestellt, ich kann was und jetzt möchte ich es verkaufen.
2. Schritt: braucht das jemand? (Marktforschung ist teuer, aber man kann auch mit kleinem Budget rausfinden, ob es jemand braucht)
3. Schritt: wer braucht es?
4. Schritt: wissen die auch, dass sie es brauchen?
5. Schritt: mag ich diese Leute - denn wenn ich ständig mit ihnen zu tun habe, sollte ich sie mögen, sonst habe ich eine furchtbare Zeit.
6. Schritt: wie kommuniziere ich, was ich kann? Hier kommen Logo, Flyer und sonstige Maßnahmen ins Leben.
7. Schritt: Jetzt beginne ich meine Geschäftstätigkeit.

Was ich meistens erlebe, ist die folgende Reihenfolge:

1. Ich kann was und möchte es verkaufen.
2. Ich glaube, es braucht jemand.
3. Ich biete meine Tätigkeit meinen Freunden und Bekannten an.
4. Ich mache einen Flyer, in dem ich genau erkläre, was ich mache. Ich mache ihn erstmal selbst, weil ich mir einen teuren noch nicht leisten kann.
Ich bleibe in der Gestaltung vorsichtig, damit ich niemanden verprelle.
5. Meine Zielgruppe: alle! Mein Produkt ist so toll, das braucht eigentlich jeder.
6. Mein Bekannter macht mir eine Website, das reicht für den Anfang. Ein Logo mache ich selbst.

Die letztere Herangehensweise kann man nur wählen, wenn ein riesiger Markt da ist, wenn alle nach meinem Produkt so sehr lechzen, dass es völlig egal ist, wie ich auftrete.
In allen anderen Fällen ist sie ungünstig, weil man ihr immer anmerkt, dass der Unternehmer noch nicht richtig angefangen hat. Aber wer geht schon gerne zu einem Anfänger, wenn es viele Könner gibt?

Jul 21 2009

Warum Sie eine gute Website brauchen - der Praxistest

Ich bin ja nicht nur Marketingfrau, sondern auch Konsumentin. Als solche suchte ich vor wenigen Tagen nach einer Person, die mich vom Rechnen erlöst: eine Buchhalterin (kann auch ein Mann sein).
Ich fand auch welche, aber ich habe keinen davon angerufen.

Warum nicht? Es lag immer mindestens einer der folgenden Gründe vor, manchmal auch mehrere: weiterlesen »

Jul 21 2009

“Mängelexemplar” - 3 Stunden bei Hugendubel und 1 Buchempfehlung

Letzte Woche hatte ich mir einen Tag frei genommen, um zum Friseur zu gehen.
Es war der letzte heiße Tag, und ich lungerte ziellos in Frankfurt herum und genoss die Sonne. Trotzdem fand ich mich plötzlich bei Hugendubel wieder. Nachdem ich zwei Bücher über Marketing ausgesucht hatte und schon gehen wollte, fiel mein Blick auf ein weißes Buch mit einer seltsamen aufgestickten Schrift (was ja nicht sein konnte, aber so sah es aus): “Mängelexemplar” von Sarah Kuttner.
Rückentext “Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne, glatte Fraktur des Schädels”. “Huch”, dachte ich. Was hat Sarah Kuttner denn für ein Problem?” Mal reinlesen. Klasse. Gleich die erste Seite riss mich in eine psychiatrische Praxis und es ging sofort ans Eingemachte - “Depression”.
Ich liebe tiefgehende Geschichten, und diese hier war hautnah geschrieben, sehr ernst und aufwühlend und gleichzeitig sehr lustig. So kannte ich das bisher nur von Frank McCourt (”Die Asche meiner Mutter”).
Eigentlich wollte ich es kaufen, aber mein Mann hatte sich beschwert, weil ich in letzter Zeit wahnsinnig viele Bücher gekauft hatte.
Ich setzte mich erstmal. Und las. Und las das komplette Buch. Im Hugendubel.
Das Buch ist sehr ehrlich und sehr, sehr gut geschrieben - finde ich. Ich habe alles mitgefühlt. Es hat nicht viel Handlung, mehr Innenschau, und das war perfekt so für mich.
Manchmal kamen mir die Tränen, manchmal lachte ich, und es waren immer andere Leute, die es mitbekamen.
Als ich fertig war, fühlte ich mich sehr erschöpft, so als ob ich selbst durch alle Gefühls-Wechselbäder der Hauptperson gegangen wäre. Aber es war toll. Und als ich rauskam, schien die Sonne immer noch, und ich war dankbar für mein Leben.

Es geht noch weiter:
Ich schrieb Sarah Kuttner eine Email (sie hat eine Website und ein “Office”), schilderte ihr die Umstände, unter denen ich das Buch gelesen hatte und dankte ihr für dieses wunderbare Buch. Als Schlusssatz bat ich noch, keine standardisierte Antwort zu erhalten - dann lieber gar keine.

Heute öffnete ich den Briefkasten und fand einen braunen Umschlag, der sich nach Buch anfühlte. “Hä, was ist das denn, ich habe doch gar nix bestellt?!”, wunderte ich mich. Der Absender sagte mir nichts. Während ich mühsam das Buch aus seinem viel zu großen Umschlag zerrte, checkte ich noch mal kurz durch, ob ich vielleicht doch versehentlich irgendwo ein Buch bestellt haben könnte. Dann hatte ich ein “Mängelexemplar” in der Hand. Brief nicht. Dann die Eingebung “Guck mal nach einer Widmung.” Und tatsächlich:
“Liebe Michaela! Hier haste nun doch Dein eigenes ‘Mängelexemplar’, auch wenn du es schon gelesen hast. Stellste es halt ins Regal und tust so, als hätteste es bei Hugendubel doch gekauft! Allerbeste Grüße! Sarah Kuttner”

Und ich hab mir ein Loch in den Bauch gefreut.

Schaut mal bei Amazon, ob euch das Buch anspricht.

Jul 10 2009

Ich bin ab heute keine Rechtsanwältin mehr!

Ab heute ist es amtlich: ich bin jetzt keine Rechtsanwältin mehr. Hurra!
Ich habe auf meine Zulassung zur Anwaltschaft freiwillig verzichtet und bin jetzt nur noch Volljuristin.
Eine Ära geht zu Ende.
Ein bißchen ist es wie eine Scheidung. Aber ich bin froh und erleichtert.

Jul 07 2009

Die Schweinegrippe - aus der mexikanischen Tageszeitung “La Jornada”

the macedonian pig

Den folgenden Artikel habe ich von Rolf Gutenberger erhalten und leicht gekürzt:

Pandemie der Profitg(e)ier

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten.
Den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten.
Den Nachrichten ist es keine Zeile wert.
Aber als vor einigen Jahren die famose “Vogelgrippe” ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten, Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben: Eine Epidemie, die gefährlichste von allen!
Eine Pandemie! Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus.
Und trotz alledem, die Vogelgrippe hatte weltweit “nur” 250 Menschen zu beklagen.
250 Menschen in zehn Jahren, das ist ein Mittel von 25 Menschen pro Jahr.

Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25. Warum wurde ein solcher Rummel um die Vogelgrippe veranstaltet?
Ewa weil es hinter diesen Hühnern einen “Hahn” gibt, einen Hahn mit gefährlichen Spornen?
Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen
alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft.
Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der antiviralen Produkte milliardenschwere Gewinne eingespült. Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen.
Jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon.
Jetzt redet niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo.
Nur die Schweingrippe, die Grippe der Schweine ist jetzt Thema.

Und ich frage mich, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein “großes Schwein”? Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu: “Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid. Darum, werden wirdas wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten.” Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu?
50 US$ das Päckchen. 50 US$ für dieses Schächtelchen Tabletten? Die Wunder werden teuer bezahlt. Diese multinationalen Konzerne machen einen guten Gewinn mit der Angst der Menschen machen. Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu.
er größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als Donald Rumsfeld, der frühere Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges.

Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu. Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen Staaten.

Aber wenn die Schweingrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation so besorgt ist, um diese Krankheit, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt, und die Herstellung von Generika erlaubt, um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.
Übermitteln Sie diese Nachricht nach allen Seiten, so wie es mit Impfstoffen gemacht wird, damit alle diese Seite der Realität dieser “Pandemie” erkennen.

Aus der mexikanischen Tageszeitung “La Jornada”

Jun 29 2009

Michael Jackson ist gegangen… :-((

Meine Kinder haben mir diese Nachricht überbracht, und erst konnte ich es gar nicht glauben.
Als ich dann erfuhr, dass er wirklich gegangen ist, war ich überraschend stark betroffen.
Ich habe großes Mitgefühl mit ihm, denn hinter seinem seltsamen Leben konnte ich einen kleinen, traurigen und zutiefst einsamen Jungen sehen, der nicht erwachsen werden will, der eine heile Welt haben will und der so gerne geliebt werden möchte. Je mehr er sich durch Schönheits-OPs (die OPs verdienen nicht mal den Namen “Schönheits-OP”) verunstaltet hat, umso größer wurde mein Schmerz, ihn anzuschauen. Er entfernte sich immer mehr von sich, und niemand war wirklich in seiner Nähe - zumindest kommt es mir so vor.
Heute habe ich mir vorgestellt, wie es wohl ist, wenn man so berühmt ist, dass man von allen angehimmelt wird und hört, wie toll man sei, wenn aber gleichzeitig niemand da ist, dem man sich anvertrauen kann, wenn man sich einsam fühlt. Was hat man von den vielen Fans, wenn sie nur den Star sehen, aber nicht den Menschen? Michael wurde auf einen Sockel gestellt und vergöttert, aber er hätte wirkliche Liebe viel dringender gebraucht.
Auf Youtube gibt es ein Video, das ich zweimal angeschaut habe. Beim ersten Mal wurde ich so überwältigt von tiefer Trauer, dass ich weinte, und noch beim zweiten Mal war ich tief berührt von Michaels tiefer Sehnsucht nach Heilung, nach Einssein, nach Verbindung mit allen. Denn ich habe ebenfalls diese tiefe Sehnsucht.
Man kann es nicht einbetten, Sie finden es hier:
http://www.youtube.com/watch?v=yTMjA4ZJUqo&feature=related

Jun 24 2009

BGH: Schüler dürfen Lehrer bewerten! :-)

seat of learning, Sue Colvil

Wir kennen es aus unserer Schulzeit: manche Lehrer haben von Didaktik so viel Ahnung wie eine Kuh vom Eierlegen, aber sie dürfen uns schlechte Note geben, wenn wir uns blöd anstellen. Der Lehrer kann sich jedes Verhalten erlauben, er kann Schüler ablehnen oder bevorzugen, und die Schüler können nicht nur nichts machen, sondern sie müssen “schleimen” und hoffen, dass er ihnen wohlgesonnen ist. Super, oder?
Im Klartext: Der Schüler muss dafür bezahlen, wenn der Lehrer seinen Job nicht beherrscht. Das ist nirgends sonst möglich außer in der Schule - und meines Erachtens eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
Ich weiß noch genau, wie meine Mathe-Noten früher stark variierten, je nach dem, welchen Lehrer ich hatte: von 2-5 war alles möglich.
Besonders, seit ich Mutter bin, stört mich das gewaltig - wenn auch bisher nur abstrakt, denn meine Kinder haben kaum Schulschwierigkeiten (und bald werden wir sie hoffentlich sowieso umschulen in die Aktive Schule Frankfurt, eine Art Montessori-Schule). weiterlesen »