Heilpraktiker und das Heilmittelwerbegesetz – Achtung: Kinder!

(c) Nicole Effinger@fotolia.de

Manche Heilpraktiker behandeln besonders häufig Kinder und möchten dies bekannt machen – z.B. durch ein stimmiges Foto. Doch hier ist die Gefahr besonders groß, gegen das Heilmittelwerbegesetz zu verstoßen: § 11 Nr. 12 HWG bestimmt:

Außerhalb der Fachkreise darf für Arzneimittel, Verfahren, Behandlungen, Gegenstände oder andere Mittel nicht mit Werbemaßnahmen geworben werden, die sich ausschließlich oder überwiegend an Kinder unter 14 Jahren richten.”

“Außerhalb der Fachkreise”: Gemeint sind Verbraucher. Kinder unter 14 Jahren können nicht zu den Fachkreisen gehören, weil sie noch keine entsprechende Ausbildung abgeschlossen haben.

Was heißt “Die Werbung darf sich nicht an Kinder unter 14 Jahren richten“?
Barbie-Werbung richtet sich an Kinder unter 14 Jahren:  es werden begeisterte Mädchen mit holden Locken gezeigt, die zärtlich eine Barbie an ihr Herz drücken. Diese Werbung spricht ausdrücklich Kinder an. Kinder sind also die Zielgruppe. Dies ist erlaubt, weil Barbie keine Heilmittel ist.

Versuchen Sie nicht, Kinder mit Ihrer Werbung anzusprechen. Im Gesundheitsbereich ist das nicht erlaubt.  Wenn also ein z.B. elfjähriges Mädchen einen Flyer sehen würde, auf dem ein gleichaltriger Junge abgebildet ist, der eine Cranio-Sacral-Behandlung erhält, und über dem Foto würde stehen: “Endlich besser in der Schule – dank Cranio-Sacral-Behandlung!”, dann wäre das Werbung, die sich an Kinder richtet. Wenn das Mädchen den Flyer nähme und zu seiner Mutter sagen würde: “Kann ich das auch haben?”, dann hätte die Werbung genauso funktioniert wie die Barbie-Werbung.  

Kinder genießen besonderen Schutz. Da Kinder leicht beeinflussbar sind und alles haben wollen, was sie sehen,  ungeachtet der Überlegung, ob es ihnen schadet oder nützt, will der Gesetzgeber sie schützen. Daher darf man sie in Bezug auf eine Gesundheitsbehandlung nicht ansprechen. Sie sind also eine verbotene Zielgruppe. Aber das macht auch nichts, denn ein Kind interessiert sich gar nicht für eine Gesundheitsbehandlung. Sie brauchen also nur die Eltern anzusprechen.

Auch bei einer Kinderbehandlung sind die Eltern die Zielgruppe. Denn sie müssen a) die Behandlung bezahlen und b) das Kind zu Ihnen bringen. Sie sprechen mit dem Flyer also die Erwachsene an – sowohl sprachlich als auch in der Gestaltung.

Verwenden Sie Fotos von Babys.
So wie ich Rechtsanwältin Dr. Anette Oberhauser verstanden habe, scheint ein Babyfoto unbedenklich zu sein, denn ein Baby wird Werbung überhaupt noch nicht wahrnehmen. Und auch wenn ein z.B. sechsjähriges Kind den Flyer sieht, wird es sich von einem Babyfoto nicht als Zielperson angesprochen fühlen: “Ich bin doch kein Baby mehr!”

Allerdings  muss ich hinzufügen, dass hier nicht die tatsächliche Meinung eines Kindes zählt, sondern die Meinung des Gerichts darüber, was ein Kind denkt. Auch wenn meine eigenen Kinder sich nicht von einer Werbung angesprochen fühlten, die ein Baby abbildet, könnte es jedoch sein, dass ein Richter, der nicht zugleich auch Vater ist, sehr wohl zu der Überzeugung gelangt, dass ein elfjähriges Kind seine Eltern bekniet, es möchte unbedingt zu der tollen Heilpraktikerin, weil diese so schöne Flyer mit Babys drauf verwendet.

Auf Nummer Sicher gehen: Nehmen Sie Fotos von kleinen Tieren, Pflanzenknospen oder ähnliches. Entenküken, Kätzchen, Löwenbabys können auch eine Emotion ausdrücken. Das geht vielleicht nicht in allen Zusammenhängen, aber es ist zumindest ungefährlich, denn man sieht kein Kind.

Ich werde mich jedoch weiter mit dem Thema befassen und neue Erkenntnisse hier veröffentlichen.

Veröffentlicht in Artikel und Entscheidungen zum Gesundheitsrecht, Aus meinem Berufsalltag | Kommentieren

Die häufigsten Fehler von Existenzgründern im Gesundheitsbereich beim Texten

photographer@fotolia.de

Sind Sie Coach, Therapeut, Heiler oder Heilpraktiker und Sie wollen demnächst Ihre Arbeit publik machen und schreiben dafür Texte für ihre Internetseite? Hier sind einige Fehler, die Sie vermeiden sollten:

1. Sie verstecken sich hinter Sachbuchformulierungen.
Erstens sitzt der Leser nicht über einem Buch, sondern vor dem Bildschirm. Am Bildschirm ist das Leseverhalten ganz anders als analog – also über einem gedruckten Werk: Wir haben weniger Geduld mit einem Bildschirmtext, denn wir sind leichter ablenkbar. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aus meinem Berufsalltag | Getagged , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Ein Feind ist jemand, dessen Geschichte wir nicht kennen

Kennen Sie schon die Mitgefühls-Brille? Dieses Video zeigt, wie sehr sich der Blick auf die Welt verändert, wenn man weiß, wie es dem Gegenüber geht.


Wir haben zwar nicht alle eine solche Brille, aber wir können einfach davon ausgehen, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, einen Grund hat, warum er sich so benimmt, wie er sich benimmt.

Veröffentlicht in Fundstücke aus dem Netz, Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | 2 Kommentare

Der Zeigarnik-Effekt in Beziehungen

Neulich las ich auf www.karrierebibel.de über den sog. “Zeigarnik”-Effekt: der Name erinnert zwar an Asterix  und lässt vermuten, man zeige gar nichts, aber damit hat dieser Effekt nichts zu tun. Ganz kurz gesagt besteht der Zeigarnik-Effekt darin, dass man unerledigte Dinge leichter erinnert als erledigte.

Dies kann ich bestätigen, und ich habe gemerkt (und zwar noch bevor ich von diesem Effekt wusste), dass er sich auch auf Konflikte anwenden lässt. Ich erinnere mich z.B. an Konflikte mit meinem Mann fast nie, weil wir sie immer recht schnell auflösen. Wenn ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Trainerin für Einfühlsame Kommunikation ein Beispiel nennen soll, fällt mir dadurch fast nie ein Konflikt mit meinem Mann ein. Denn wenn ein Konflikt aufgelöst ist, verschwindet er genauso von meiner inneren Bildfläche wie irgendein anderes Projekt, das ich abgeschlossen habe.

Lästern Sie manchmal?

Mehr lesen »

Veröffentlicht in Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | Kommentieren

Wir sollten die NPD nur verbieten, wenn wir mehr Nazis wollen.

(c) Michaela Albrecht

Gestern wurde im Fernsehen offensichtlich bei Günther Jauch über die “Dönermorde” diskutiert – ich habe die Sendung nicht gesehen, weil ich den Fernseher überhaupt nicht angeschaltet hatte. Ich habe stattdessen in Georg Felsers Buch “Werbe- und Konsumentenpsychologie” unter anderem etwas über die Reaktanztheorie gelesen. Und heute lese ich in einer Zusammenfassung dieser Sendung auf weltonline.de, dass der bayrische Innenminister fordere, man müsse die NPD verbieten. Warum erzähle ich etwas über die Reaktanz? Weil sie zum Thema gehört.

Reaktanz zeigt sich, wenn eine Freiheit bedroht wird oder schon verloren ist. Sie besteht in der Aufwertung der bedrohten oder verlorenen Alternative. Sie ist ein unangenehmer Spannungszustand, der irgendwie abgebaut werden soll. Emotional wird man z.B. wütend, kognitiv ändert man z.B. seine Einstellung zu einer Sache, bewertet die verlorene Option positiver und die Quelle der Einschränkung negativer. (Georg Felser, S. 289) Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Bushido und die Bambirede – was er vermutlich meinte und leider nicht gesagt hat

Als Bushido seine Rede hielt, war ich vor allem fasziniert, wie man so unglaublich viele Worte benutzen kann, ohne auf den Punkt zu kommen – obwohl er doch genau dies unbedingt tun wollte:  „eigentlich gerne ganz, ganz schnell auf den Punkt kommen“. Und ich war genervt, dass alles, was ich von dem 33jährigen Bushido hörte, viel eher zu einem beleidigten Teenager gepasst hätte, der darüber jammert, dass er völlig falsch verstanden wird. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | Kommentieren

“Ich hab’ keine Zeit” ist eine Lüge – Zeitmanagement mal anders

(c) N.N.@pixelio.deIn den letzten Wochen und Monaten habe ich so oft den Satz gesagt: “Ich hab’ keine Zeit”, dass er mir schon zu den Ohren herausgekommen ist. Und heute habe ich beschlossen, ihn nicht mehr zu sagen. Denn er stimmt ja nicht – natürlich habe ich Zeit! Und zwar immer genau die Zeit, die jetzt gerade stattfindet.

“Ich habe keine Zeit” ist eine Ausrede. Wir verstecken uns dahinter. Wenn ich diese Ausrede benutze, heißt das in Wahrheit: Ich will jetzt lieber etwas anderes machen, das mir aus irgendwelchen Gründen wichtiger ist. Entweder, weil ich dazu mehr Lust habe. Oder weil ich es jemandem versprochen habe. Dann entscheide ich mich also, etwas für jemand anderen zu tun. Oder ichhabe  Sorge, dass ich Ärger bekomme, wenn ich es nicht tue. Aber ich habe immer noch die Wahl. Ich werde nicht wirklich gezwungen. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | Kommentieren

„Mer geht de Leut aus’m Weesch, net in de Weesch! – Über die lästige Nachhaltigkeit einer Konditionierung

Dieser Satz stammt von meiner Großmutter und heißt übersetzt: Man geht den Leuten aus dem Weg, nicht in den Weg! Er hat mein Verhalten so sehr geprägt wie kaum eine andere Verhaltensregel sonst – besonders in der Öffentlichkeit. Denn ich bin jetzt 44 Jahre alt und gehe immer noch allen Leuten aus dem Weg. Überall. Ich habe gar keine Wahl – ES macht es einfach. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Privates | 4 Kommentare

Warum Sie Ihre “Persönlichkeit” nicht ändern können.

Ich kenne eine Menge Coaches, die Menschen helfen wollen, ihre “Persönlichkeit zu entwickeln”. Die Frage ist jedoch: welche genau soll denn entwickelt werden? Wir haben doch so viele: die kompetente Geschäftsfrau, die mitfühlende Freundin, die treusorgende Ehefrau, die fürsorgliche Mutter etc. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Ego / Spiritualität / Erkenntnisse | 2 Kommentare

Warum unser Finanzsystem nicht funktioniert – Gastartikel von Wolfgang Benedikt-Jansen, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Diesen Artikel hat mir Wolfgang Benedikt-Jansen zur Verbreitung überlassen – er ist Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht.
Er hat ausdrücklich erlaubt, dass dieser Artikel weitergegeben wird – die Besucher dieses Blogs dürfen dies also ebenso tun.
Die Markierungen stammen von mir.


Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Kleiner Besuch auf der Buchmesse

Ich war heute auf der Buchmesse. Nur heute und auch nur am Nachmittag, weil ich am Morgen noch Kundenbesuch hatte.
Fazit 1: mir tun die Füße weh.
Fazit 2: ich bin müde.
Fazit 3: ich bin zwar aus Frankfurt, aber in Bezug auf die Buchmesse ein Landei. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Was ist radikaler Konstruktivismus?

„Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist. Wie sehen sie, wie WIR sind.“Anais Nin

Ich bin begeisterter Trekkie, und ich mag besonders die Serie „Raumschiff Voyager“.
In der sechsten Staffel dieser Serie gibt es eine Folge, die mich in Bezug auf den Titel dieses Blog-Artikels besonders beeindruckt hat: „Die Voyager-Verschwörung“. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Getagged , , | Kommentieren

Facebooks Schöne Neue Welt – Warum ich keine Like-Buttons mehr auf meiner Website habe

Ich habe natürlich eine Page auf Facebook – und ich freue mich, wenn Sie dort den Like-Button klicken.

Aber ich habe den Like-Button von diesem Auftritt wieder entfernt, weil der Button gegen Datenschutzbestimmungen verstößt:

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (Leitung: Dr. Thilo Weichert) hatte am 19. August 2011 mitteilen lassen, man habe “nach eingehender technischer und rechtlicher Analyse” festgestellt, dass die Datenweitergabe, die bei Betätigung des Like-Buttons stattfindet, gegen mehrere Gesetze verstoße: Telemediengesetz, Bundesdatenschutzgesetz und Landesdatenschutzgesetz in Schleswig-Holstein.
Als Konsequenz daraus wurden alle Webseiten-Betreiber in Schleswig-Holstein aufgefordert, den Like-Button unverzüglich aus ihren Angeboten zu entfernen. Wer der Aufforderung des Landeszentrums bis Ende September nicht nachkomme, könne mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro belegt werden. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | 3 Kommentare

Edelsteine haben “unstreitig” keine heilende Wirkung.

(c) Michaela AlbrechtDie Entscheidung, in der dies festgeschrieben wird, ist schon von 2008, aber ich habe von dieser Entscheidung erst im Rahmen der Neuauflage meines Buches erfahren.

Nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg aus dem Jahr 2008 ist es irreführend und daher unzulässig, sog. „Heilsteinen“ krankheitsvorbeugende oder krankheitslindernde Wirkung zuzumessen. Dies gelte auch dann, wenn auf den fehlenden wissenschaftlichen Nachweis bestimmter Heilwirkungen hingewiesen werde. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Artikel und Entscheidungen zum Gesundheitsrecht, Fundstücke aus dem Netz, Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren

Sie sind so negativ – warum sprechen Sie immer nur von negativen Glaubenssätzen?

Auf der Grenzenlos-Messe habe ich einen Vortrag gehalten – über ganzheitliche Werbung, was sonst. Nachdem ich meinen Werdegang geschildert hatte, sprach ich über das Verhältnis des Unternehmers zu sich selbst. Die überwiegende Zahl der Menschen, die zu mir kommen, hat nämlich negative Glaubenssätze im System: “Ich bin nicht gut genug”, “Ich bin nicht richtig” und so weiter. Kundentränen sind in meinem Büro daher keine Seltenheit – und daher steht auch immer eine Kleenexbox im Regal.

Diese Glaubenssätze habe ich im Vortrag angesprochen – und erhielt einen Zwischenruf von einer älteren Dame, die dem Vortrag zusammen mit ihrer Tochter zuhörte: “Warum sprechen Sie denn so viel über die negativen Glaubenssätze? Nennen Sie uns doch lieber positive!” Ich habe das nicht getan, denn auch wenn das im ersten Moment als gute Idee erscheint, nützt es überhaupt nichts. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | 2 Kommentare

Schädlingsbekämpfung im Internet: Rechtschreibfehler und Kommafehler in Internettexten

Warum ist uns in der Schule Rechtschreibung so eingebläut worden?

Wenn ich sehe, wie viele Fehler überall gemacht werden, scheint es mir manchmal so, als hätten alle außer mir den Deutschunterricht konsequent geschwänzt. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aus meinem Berufsalltag | 1 Kommentar

Die Schule vom Kaninchen, Vogel, Eichhörnchen, Fisch und Aal – oder: “Allgemeinbildung”

Diese wunderbare Geschichte ist nicht von mir, sondern ich habe sie gefunden auf dem Lebensfreude-Blog von Norbert Glaab. Der Autor hat noch mehr schöne Artikel geschrieben.

Eines Tages versammelten sich ein Kaninchen, ein Vogel, ein Eichhörnchen, ein Fisch und ein Aal im Wald. Sie beschlossen eine Schule zu gründen und bildeten einen Schulrat. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Fundstücke aus dem Netz | Kommentieren

Ein eindrucksvolles, berührendes Video, wie man mit den richtigen Worten viel mehr erreicht…

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Aus meinem Berufsalltag, Fundstücke aus dem Netz, Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw., Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren

BGH: Synergetik-Therapie mit Kranken ist ohne HP-Schein rechtswidrig!

Am 22.06.2011 entschied der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs über die Strafsache einer Synergetik-Profilerin. Die angeklagte Profilerin (nachfolgend Angeklagte genannt) hatte Revision gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt eingelegt. In dem Urteil war sie wegen unerlaubter Ausübung der Heilkunde in elf Fällen zu einer Gesamtgeldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt worden. In weiteren 20 Fällen war sie freigesprochen worden.

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Der BGH verwarf die Revision.
Die für die Allgemeinheit relevanten Informationen dieses Prozesses habe ich fett markiert.

Mehr lesen »

Veröffentlicht in Artikel und Entscheidungen zum Gesundheitsrecht | 1 Kommentar

Hüten Sie sich vor dieser Frau! oder: Vor- und Nachteile von Fotolia

Fotolia No. 6229172

Fotolia No. 6229172

Diese hübsche junge Frau ist Ihnen sicherlich schon oft begegnet, oder? Sie ziert jeden zweiten Flyer, Busse, Litfasssäulen, Plakatwände und Websites, mal mit Brille, mal mit Hochsteckfrisur, mal allein, mal mit anderen Menschen. Die Fotos mit ihr gehören zu den meistverkauften Bildlizenzen von Fotolia.

Was spricht für Bilddatenbanken? Wenn Sie kein Geld in einen guten Fotografen investieren können oder wollen, dann sind Bilddatenbanken eine gute Alternative: Sie bekommen zu vielen Themen gute Fotos zu einem sehr günstigen Preis. Der Nachteil: viele andere Unternehmer wissen das auch – und haben oft den gleichen Geschmack wie Sie. Wählen Sie unter den Treffern nicht gleich die topverkauften Fotos, sonst sieht Ihr Flyer nichtssagend und unpersönlich aus.

Fotos wie diese hier  sind schon unglaublich oft gekauft worden, denn der Fotograf, Juri Arcur, macht perfekt ausgeleuchtete, glatte Business-Fotos. Und glatt ist das Problem. Ihr Flyer hat keine Seele, wenn Sie zu viele glatte Fotos benutzen.

Fotolia 2911780

Fotolia 2911780

Mein Tipp: Suchen Sie unter den Neuzugängen statt unter denen, die am besten passen. Achten Sie auf die Zahlen unter den Fotos – wenn die Download-Zahl zu hoch ist (über 1000 ist meist zu hoch), dann suchen Sie lieber weiter. Zwar kann man auf Fotolia-Lizenzen international zugreifen, aber Sie wissen nicht, ob Ihr Lieblingsfoto zufällig in Ihrem Land schon inflationär gekauft worden ist.

Und wenn Sie es sich leisten können, sollten Sie einen Fotografen buchen.

Veröffentlicht in Aus meinem Berufsalltag, Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | 1 Kommentar

Ich und die KarmaKonsumKonferenz – ein total subjektives Resümée

Ich habe am Freitag am GreenCamp der KarmaKonsumKonferenz teilgenommen. Die Konferenz begann ja schon am Donnerstag, aber da kostete der Eintritt 499,-. Das war mir erheblich zu teuer – für dieses Geld bekäme ich bei ebay ja schon ein iPhone! Daher kam ich erst am Freitag, denn da kostete der Eintritt nur 10,-. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Getagged , , | 2 Kommentare

Basic vs. Alnatura – ein Beispiel für eine schlechte CI und seltsames Marketing

Heute bin ich Einkaufen gegangen – soll ja vorkommen. Ich war ausnahmsweise in Bockenheim, und zufällig war ich erst im Alnatura-Supermarkt und dann im Basic. Das Produktsortiment ist sozusagen identisch, die Preise wahrscheinlich auch, aber Alnatura war proppenvoll, Basic sozusagen gähnend leer. Warum?

Weil Basic nach meinem Empfinden ein beschissenes ungünstiges Logo hat und eine dazu passende Ladeneinrichtung: der Fußboden ist quietschgelb – wie das Logo. Das Logo enthält eine quietschgelbe Welle in einem dunkelblauen Kasten. Rote Wände im Eingangsbereich, der gelbe Fußboden, alles schreiende Farben – das sieht nach Ramschladen aus. Schlimmer als bei Aldi. Quietschgelb sieht nur an einem Rapsfeld gut aus – zu Bio passt es einfach nicht. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren

Marketing für Therapeuten und Coaches – soll man Schicksalsschläge auf der Website erwähnen? Pro & Contra

Manche Coaches, Therapeuten oder Heilpraktiker haben  vorher ganz andere Berufe ausgeübt: Bankangestellte, IT-Berater, Marketingspezialisten etc. Oft geht einem solchen Berufswechsel ein Schicksalsschlag bzw. ein tiefer innerlicher Prozess voraus – ausgelöst durch eine schwere Krankheit, den Verlust eines nahestehenden Angehörigen, ein Burn-Out oder ähnliches. Und sehr oft hat überhaupt erst dieser Schicksalsschlag dazu geführt, dass die betroffene Person eine neue Perspektive eingenommen hat – auf ihr eigenes Leben im Besonderen, aber auch auf das Leben ganz allgemein. Der Schicksalsschlag ist somit oft eine notwendige Bedingung für den Berufswechsel. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aus meinem Berufsalltag, Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren

Gewaltfreie Kommunikation ist nicht der Himmel. Sie ist nur EIN Schritt auf der Leiter

©sdecoret - Fotolia.com

Und ich habe noch weitere Schritte, kennengelernt, die mich näher an den Himmel gebracht haben.

Am hinderlichsten ist für mich der starke Fokus auf den Bedürfnissen in der Gewaltfreien Kommunikation. In einer oberflächlichen Kommunikation ist der Blick auf die Bedürfnisse sehr hilfreich, aber in einer tiefgehenden (Selbst-)Empathiesitzung geht dieser Blick meist am Problem vorbei. Ich mache ein Beispiel:

Ich sitze im Büro, sagen wir, es ist 19 Uhr. Mein Mann kommt herein und sagt mit gerunzelter Stirn: “Du sitzt ja immer noch hier! Wann kommst du endlich?” Ich frage: “Brauchst du Entlastung oder Gemeinschaft?” Er: “Beides.” Ich: “Ok. Ich komme in 10 Minuten.”

Oder im Büro:

Frau Meier ist genervt, weil ihre Kollegin Frau Müller in der Arbeitszeit ständig Rauchpausen macht oder privat telefoniert und ihr dann Fragen stellt, wie sie ihre Arbeit machen soll. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Ego / Spiritualität / Erkenntnisse, Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | Kommentieren

Ich bin von einer Texterkollegin entfolgt worden oder Mein stressiges Leben mit Twitter und anderen sozialen Medien

Ich bin heute von @Frau_Elise entfolgt worden. Sie ist eine Texterkollegin und hat getwittert: „Leute, die als Texter arbeiten und langweilige Tweets schreiben“. Interessanterweise habe ich gleich gedacht, dass sie mich damit gemeint. Hat sie aber gar nicht – das hat sie mir heute Mittag dankenswerterweise getwittert. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Ego / Spiritualität / Erkenntnisse | 6 Kommentare

“Gewaltfreie Kommunikation beherrschen und sprechen” heißt nicht automatisch “sich einfühlen”!

Obwohl  in der Community der Gewaltfreien Kommunikation betont wird, dass es auf die Haltung ankommt und nicht auf die Worte, erlebe ich manchmal genau das: richtige Worte und sonst nichts. Für viele GFK-Anwender ist GFK der Himmel – und nicht nur die Leiter in den Himmel. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | Kommentieren

Die Existenzgründung – manchmal eine Achterbahn!

„So, ich lasse mir jetzt ein Logo und eine Website machen, und dann geht’s ab in die erfolgreiche Selbstständigkeit!“, denken viele Existenzgründer. Doch manchmal liegen unerwartete Steine auf dem Weg, und die müssen erstmal angeschaut und weggeräumt werden. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | 2 Kommentare

Behalten Sie Ihre Wertschätzung nie für sich!

Neulich bin ich mal wieder geflogen – mit Lufthansa. Es war ein Langstreckenflug, und es war mir vergönnt, in der Business Class zu sitzen. Dafür bin ich auch jetzt, zwei Tage nach der Landung, immer noch dankbar, denn es war ein Nachtflug, und so konnte ich meine Beine ausstrecken und ein bißchen schlafen.

Wir wurden bedient von einem indischen Steward – auf Flügen von und nach Indien werden nach Möglichkeit auch Inder eingesetzt, weil diese die indischen Passagiere einfach besser verstehen.  Und dieser Steward war ungefähr der allernetteste Steward, den ich je erlebt habe. Er war vielleicht 35 bis 40 Jahre alt, sehr warmherzig und echt, sehr würdevoll und freundlich – ungefähr wie eine kuschelige warme Decke. :-) Ich fühlte mich komplett aufgehoben und willkommen und dachte mir, von diesem Steward müsse eigentlich ein Firmenvideo gedreht werden, damit die anderen Flugbegleiter lernen, was wirkliche Freundlichkeit bedeutet.

Und das sagte ich ihm. Alles.
Ok, nicht das mit der Decke, denn dieser Vergleich fiel mir gerade eben erst ein.

Können Sie sich vorstellen, wie sehr er gestrahlt hat? Er leuchtete wie ein Weihnachtsbaum vor Freude, und ich freute mich, dass ich sein Leben mit so wenig Mitteln so sehr bereichern konnte.

Darum: Wann immer Sie sich über jemanden freuen, teilen Sie es ihm mit. Sagen Sie ihm alles, was Sie an ihm freut. Behalten Sie es nicht für sich, denn jedes Teilen mehrt die Freude und das Glück auf diesem Planeten. Machen Sie das ruhig auch bei Leuten, die Sie nicht kennen, denn diese erwarten es nicht und sind dadurch noch mehr überrascht und erfreut. Und man zehrt lange davon.

Und die geteilte Freude setzt sich fort – der Steward wird es vielleicht seiner Frau erzählen, und diese wird sich dann ebenfalls freuen. Und Sie freuen sich, wenn Sie erleben, dass Sie jemanden glücklich gemacht haben. Freude multipliziert sich, wenn man sie teilt.

Aber: Machen Sie es nur, wenn Sie es ehrlich meinen. Sonst funktioniert es nicht.

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Empathie ist das Wichtigste – oder doch nicht?

In der Gewaltfreien Kommunikation ist Empathie das Wichtigste – und neue “Giraffen”, wie GFK-ler sich manchmal nennen, lernen, jedem Empathie zu geben, der nicht bei “Drei” auf den Bäumen ist. Wir sind abgerichtet auf Gefühle und Bedürfnisse wie ein Trüffelschwein auf Trüffel (manche von uns finden die Trüffel Bedürfnisse schneller, manche brauchen länger). Eine Kommunikation ist eigentlich erst gelungen, wenn jemand heult.Weil er ja dann so tief mit seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen verbunden ist.

Ich habe mir an vielen Menschen fast den Mund fusselig geredet, weil ich so sehr nach ihren Bedürfnissen gesucht habe. Und ich wollte sie UN.BE.DINGT. mit ihren tiefinnersten Gefühlen in Verbindung bringen. Weil das ja sooo gut ist. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | 3 Kommentare

Mein Luxus – auch mal einen Kunden ablehnen zu können…

Zum Glück habe ich so viel zu tun, dass ich nicht jeden Kunden nehmen muss.
Nachdem ich schon einige Male Bauchlandungen erlebt habe, weil ich eben nicht auf mein unangenehmes Gefühl im ersten Telefonat gehört habe, bin ich jetzt rigoroser.

Vor einigen Tagen habe ich wieder einen Kunden abgelehnt – mit den Worten “Ich glaube, wir passen nicht zusammen”. Der Kunde hatte mir eine wortreiche Email voran geschickt, in der er mich bat, ihm detailliert darzulegen, was es kosten würde, wenn ich texte (Website, Flyer, Anzeige etc.) und alternativ, was es kosten würde, wenn ich auch das Design mache. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aus meinem Berufsalltag | 2 Kommentare

Gut texten für die Suchmaschinenoptimierung ist wie Teller jonglieren

Wenn Sie eine Website bauen (lassen), ist die Suchmaschinenoptimierung ebenso wichtig wie das Design und die Texte: Die ordentliche SEO bewirkt, dass der Kunde Sie überhaupt findet. Das ansprechende Design und die Texte bewirken, dass er nicht gleich wieder abhaut.

Doch wie baut man eine Website suchmaschinenoptimiert? Hier ein paar Tipps aus der Praxis: Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aus meinem Berufsalltag, Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren

Berührender Bericht einer amerik. Englischlehrerin aus Sendai, Japan

Diesen Brief habe ich heute von einem Netzwerk bekommen und möchte ihn hier veröffentlichen, um zu zeigen, was die Katastrophe in Japan hervorbringt: Kooperation, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft,  menschliche Nähe. Er ist von einer Amerikanerin, die seit zehn Jahren in Japan Englisch unterrichtet.

ANNE THOMAS  3/14/2011 published online @ Ode magazine

Things here in Sendai have been rather surreal. But I am very blessed to have wonderful friends who are helping me a lot. Since my shack is even more worthy of that name, I am now staying at a friend’s home. We share supplies like water, food and a kerosene heater. We sleep lined up in one room, eat by candlelight, share stories. It is warm, friendly, and beautiful. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Kernschmelze in Japan

Gerade habe ich gelesen, dass das Erdbeben in Japan doch zu einer Kernschmelze geführt hat. Und bin sehr erschüttert und traurig. Und ich bin auch extrem wütend, wenn ich sowas lese:

“Eine Katastrophe wie im japanischen Atomkraftwerk Fukushima kann sich in Deutschland nach Angaben der AKW-Betreiber so nicht ereignen. „Eine Verkettung eines derart schweren Erdbebens und eines schweren Tsunamis ist in Deutschland nicht vorstellbar“, erklärte das Atomforum, in dem die Kraftwerksbetreiber zusammengeschlossen sind, am Samstag. Die deutschen AKW seien so ausgerichtet, dass sie auch starken Erdbeben widerstehen könnten. Die deutschen Betreiber würden die Vorkommnisse in Japan auswerten, sobald die hierfür notwendigen gesicherten Erkenntnisse vorlägen.” (Quelle: Fokus online, http://kurzurl.net/oLtBi)

Bitte, wen interessiert, was AKW-Betreiber sagen? Die haben doch ein finanzielles Eigeninteresse an einer möglichst langen Laufzeit! Das ist so, als ob man die Katze versprechen lässt, dass keine Gefahr für die Maus besteht, wenn sie sich ihr  nähert: “Nein, nein, das Leben der Maus ist zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.” Die AKW-Betreiber sind einfach grob fahrlässig. Sie haben die Hoffnung, dass schon nichts passieren werde. Und wenn es dann doch passiert? Dann werden sie sagen, dass es ihnen leid tut. Das kann ich schon bei meinen Kindern nicht leiden, wenn sie eine gefahrgeneigte Tätigkeit beginnen und mir versprechen, es werde nichts passieren. Und dann passiert doch was, und sie sagen, dass es ihnen leid tut. Davon habe ich dann auch nichts mehr!

Ich bin sehr traurig und ratlos und wütend.
Schade, es war so ein schöner Tag.

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Manchmal ist auch ein Wörterfall sprachlos.

Heute habe ich eine der größten und umfassendsten Wertschätzungen meines Lebens erhalten – Roland Kopp-Wichmann hat mein Buch nicht nur bei Amazon rezensiert, sondern ihm sogar einen ganzen Artikel in seinem Blog gewidmet: http://kurzurl.net/NHgwf. Mehr lesen »

Veröffentlicht in Kommunikation - Fallstricke, Erkenntnisse usw. | Kommentieren

Warum Ihr neuer Firmenauftritt wie eine zu große Jacke sein sollte…

@Mario/Fotolia.de

Neulich erklärte ich einer neuen Kundin, wie ich ein Logo begreife – z.B. im Rahmen eines Relaunchs: “Ich entwerfe Sie in die Zukunft. Dort sollen Sie größer sein als jetzt. Und daher sollen Ihr Logo und Ihr Firmenauftritt Sie ein kleines bißchen überfordern.”

Da man sein Logo nicht ständig modernisieren kann (und das auch nicht soll!),  entsprechen Logos meistens der Vergangenheit – sie zeigen Ihr Unternehmen, wie es früher einmal war. Wenn man wachsen will, braucht man einen Relaunch. Dieser braucht bzw. sollte nicht vollkommen anders zu sein als das alte Logo – vergleichen Sie die Neuerung mit einer neuen Frisur für Ihren Mann. Sie tauschen nicht gleich den ganzen Kerl aus, sondern geben ihm einen neuen Haarschnitt, eine neue Farbe, vielleicht einen neuen Anzug. Aber man erkennt ihn noch wieder.

Mit Ihrem Logo machen Sie es genauso – aber der Look, den Sie dem Logo geben, sollte nicht den Ist-Zustand wiedergeben, sondern etwas zu lange Ärmel haben. Etwa so, wie man einem neugeborenen Baby nicht einen Strampler in Größe 56 kauft, weil ihm dieser Strampler ja nur ungefähr 2 Tage lang passt. Man kauft einem neugeborenen Baby z.B. etwas in Größe 74 oder 80, und die Eltern sollen einfach eine Weile die Ärmelchen hochkrempeln.

Das ist gut – auch für Ihre Corporate Identity.
Wenn sie ein kleines bißchen zu groß ist, dann schlottert sie sozusagen an Ihnen -  Sie können noch reinwachsen. Und das werden Sie auch. Sie gibt Ihnen Halt und eine Richtung, eine Orientierung für die Zukunft. Sie werden sich so weiterentwickeln, dass Sie in die CI hineinpassen.

Wichtig ist aber, dass sie nicht so groß ist wie der nebenstehende Anzug. Denn sonst überlastet dies Ihr System. Dies kann vor allem passieren, wenn Sie von hemmenden Glaubenssätzen gebremst werden, oder wenn ein Selbstsabotageprogramm aktiv ist. Wenn Ihre CI dann zu groß ist, wird sie Sie hemmen. Sie wird nicht zu Ihnen passen, keiner glaubt sie Ihnen, Sie wirken wie ein schlecht gecasteter Schauspieler. Und Sie werden dann auch keinen geschäftlichen Erfolg haben.
In solchen Fällen ist es besser, erst einmal kleine Logobrötchen zu backen. Wenn Ihr Designer eine gute Menschenkenntnis hat und wirklich kundenorientiert ist, kreiert er Ihnen nicht das bestmögliche Logo in Ihrer Branche, sondern eines, das wirklich zu Ihnen passt. Auch wenn es bedeutet, dass es erstmal schlicht ist.

Die CI sollte also ein bißchen schlottern, Sie ein bißchen überfordern – dann werden Sie reinwachsen. Besonders Frauen fühlen sich unwohl, sich vollmundig zu bewerben – weil Eigenlob ja stinke. Männer haben mit diesem Geruch weniger Probleme. Ich auch nicht, obwohl ich eigentlich sehr geruchsempfindlich bin. Ich stelle meine Auftraggeber daher immer groß und kompetent dar. Und vor einigen Tagen habe ich gehört: “So wie du mich dargestellt hast, kann ich jetzt meine eigene Arbeit viel mehr wertschätzen.” Das ist ein wunderbares Kompliment. Denn es nährt beide Seiten.

Veröffentlicht in Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | 2 Kommentare

Die Schuster und die schlechtesten Schuhe – Wie gut sorgen Sie als Unternehmer für sich?

Mein Lieblingsschuster äh -Webdesigner und Partner seit 6 Jahren ist Steve Vivash. Ohne seine geduldige Hilfe wäre ich als Quereinsteigerin niemals so schnell so erfolgreich geworden. Eigentlich müsste ich mich einmal am Tag niederwerfen vor Dankbarkeit (das meine ich nicht ironisch!)
Und das musste ich vorweg sagen, denn alles, was jetzt kommt, klingt nicht so nett (ich habe es aber vorher mit ihm abgesprochen, dieser Artikel wird also unsere Beziehung nicht belasten).

Steve ist als Webdesigner ein Schuster in Flipflops. Ich kenne ihn also 6 Jahre, und seit dieser Zeit hat er diese Website: www.touchwood.de. Die Fliege bewegt sich erst seit ca. einem Jahr, vorher war da nur eine Startseite und ein Impressum, alles winzig geschrieben.

Manchmal möchte ich ihn mit ins Boot bzw. in einen Auftrag holen, aber ich konnte meinen Kunden nie Referenzen zeigen. Ich musste ihn händeringend anflehen, dass er überhaupt irgendwelche Projekte auf seine Website stellt.
Jetzt hat er zwar endlich Projekte auf seiner Seite, benutzt aber leider Flash. An WLAN-schwachen Tagen braucht die Seite fast zwei Minuten, bis man die Referenzen endlich sehen kann. Und sie kleben am oberen Bildschirmrand.

Ich hatte ihm angeboten, ihm die Texte kostenlos zu schreiben, weil er mir schon so viel geholfen hat. Soll ich auch. Aber da ist ja nix!

Wie kann man Werbung für Andere machen, wenn man so wenig für sich selbst tut?
Am Anrufbeantworter wird man von einer unpersönlichen Frauenstimme mit behauchtem Stimmansatz begrüßt, die nicht einmal die Telefonnummer erwähnt, so dass man nicht sicher sein kann, überhaupt die richtige Nummer gewählt zu haben.

Mein Mann hat mir mal erklärt, wie das zustande kommt. Obwohl er ihn nicht kennt, sagte er etwas Zutreffendes: “Weißt du, er ist mehr Künstler als Dienstleister. Er setzt lieber gar nichts ins Netz, als etwas Unperfektes zu veröffentlichen. Und weil er so viel zu tun hat, kommt halt nie was.”

Kann ja sein, aber manchmal ist es sogar bei Steve ruhig. Und dann könnte er doch mal für sich sorgen!
Ich habe ja auch immer viel zu tun, aber ich “kehre” meine Website genauso, wie ich mein Büro aufräume und putze, wenn Kunden kommen. Wenn ich Marketing anbiete, muss ich auch für mich gutes Marketing machen, damit meine Kunden sehen, dass ich es kann. Wenn sie mich nicht kennen, ist das ihre einzige Sicherheit. Ich muss zeigen, was ich gemacht habe, damit sie sich orientieren können, ob sie bei mir richtig sind.

Ein Fitnessberater sollte fit aussehen. Ein Finanzberater sollte wohlhabend sein. Ein Paarberater darf kein eingefleischter Junggeselle sein. Und ein Grafik- und Webdesigner braucht eben eine aussagekräftige Website mit Referenzen. Ist doch logisch, oder?

Veröffentlicht in Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren

Kokowääh und ich

Am Freitag waren wir, also die ganze Familie in Kokowääh, dem neuen Til Schweiger-Film. Natürlich sind die Charaktere und Dialoge ziemlich scherenschnittartig. Egal. Ich mag Til Schweiger. Weil er seine Tochter so sehr liebt. Das öffnet mein Herz, und dann kann er nichts mehr falsch machen, auch nicht, wenn er in allen Filmen immer dieselbe Rolle spielt und wenn man bei allem, was seine Tochter sagt, sofort weiß, dass er das geschrieben hat. Ich sehe das Gleiche wie alle Kritiker, aber ich komme einfach zu einem anderen Ergebnis. :-)

Was mir allerdings zu schaffen gemacht hat, war der mit Musik unterlegte Nachspann-Film, in dem alles so gut war: Henry mit Magdalena im öffentlichen Brunnen, beim Backen, beim Boxen, ihr “anderer” Vater und sie beim Flaschenpost-Wegwerfen, alle zusammen beim Gemeinsam-Feiern usw. Ich erkannte, wie selten ich mit meinen Kindern gemeinsam backe und Post-Flaschen wegwerfe (haben wir noch nie gemacht – an wen auch?), und dass ich ihnen noch nie eine Tüte Mehl über den Kopf geschüttet habe.
Ich war hin und hergerissen, ob man eigentlich nur dann eine gute Mutter / ein guter Vater ist, wenn man seinem Kind mindestens einmal im Leben aus lauter Spaß eine Tüte Weißmehl über die Birne geschüttet hat, oder ob das eh nur im Film vorkommt, weil es hinterher eben nicht Til Schweiger ist, der die Sauerei wieder wegputzt, sondern die unzähligen Helfer, die im Abspann genannt werden.
Aber muss ich, um Spaß zu haben, mit meinen Kindern durch den Opernplatz-Brunnen tollen? Ich hasse kaltes Wasser. Ich gehe nicht mal gerne Schwimmen. Bin ich langweilig?

Das klingt jetzt vielleicht lustig, aber so lustig ist mir dabei gar nicht zumute.
Ich sorge mich wirklich, ob ich vom Alltag aufgefressen werde, so dass ich gar keinen Raum mehr für Blödsinn mit meinen Kindern habe.
Da geistert es wieder herum, das alte Monster “Idealmutter”.
Hi.
Du kannst mich mal.
Vom Mir-Vorwürfe-Machen wird es auch nicht besser.
……….
Ach egal, ich mach’ mich jetzt einfach locker.
Schönen Sonntag noch. :)

Veröffentlicht in Privates | 2 Kommentare

Heizung geht wieder – und jetzt bearbeite ich den Arbeits-Rückstau

Nur kurz: Seit letztem Samstag (!) geht die Heizung wieder. Von Dienstag bis Freitag war sie kalt, und nur an einem Tag hatte ich mal das Büro in die Küche umgesiedelt. Dann habe ich gemerkt, dass ich dort sowieso nicht arbeiten kann, weil ständig jemand reinkommt und mich anspricht.
Im Büro war es so kalt, dass ich es nur in Mantel und Handschuhen 15 min ausgehalten habe, so dass ich nur die allernotwendigsten Arbeiten getan habe. Eigentlich habe ich nur mal Emails durchgeschaut.

Das bedeutet, dass ich jetzt tiiiierisch viel Arbeit habe, und einige Auftraggeber runzeln schon die Stirn, trommeln mit den Fingerspitzen oder atmen einfach tief ein – oder aus.

Ich tue was ich kann, aber wenn ich mich hetze, kommt nichts Gescheites dabei heraus.
Daher bitte ich alle Menschen, die mich erreichen wollen oder auf etwas von mir warten, um Geduld und Verständnis.

Danke!

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | Kommentieren

Heizung kaputt – Büro geschlossen.

Ich sitze hier in Mantel und Handschuhen, und die Tastatur ist eisig (ich trage fingerlose Handschuhe). Gestern Abend ist nämlich völlig überraschend die Heizung ausgefallen. In meinem Büro sind es geschätzte 10 Grad, vielleicht auch weniger. Zumindest sehe ich noch keinen Atemhauch.

Ob das Heizöl leer ist oder die Heizung selbst ein Problem hat, erfahre ich hoffentlich um 14 Uhr vom Installateur. Morgen müsste alles wieder ok sein, denn Öl bekomme ich nachher auch noch.

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein | 1 Kommentar

Zwei gleiche Logos – wer hat hier wohl von wem geklaut?

Ich habe den Auftrag, ein Logo mit einem Bergkristall zu erstellen. Ich habe einen Entwurf gemacht, aber die Auftraggeberin ist der Ansicht, ein Bergkristall müsse einen Fuß haben.  Ich bin zwar immer für einfache Logos, aber ich recherchierte im Internet “Bergkristall” und “Logo”. Und ich fand etwas Interessantes: einen Steinladen in der Rhön und ein Hotel im Allgäu, beide mit dem Namen Bergkristall und – mit einer nahezu identischen Bildmarke.

Hier geht’s zum Steinladen http://projekte.imnetz.eu/seminarhaus-trumpf/laden/bergkristall_logo.jpg (Sorry, aus irgendeinem Grund konnte ich das nicht als Link einfügen) und hier zum Hotel: http://www.bergkristall.de.

Aber vielleicht haben die verantwortlichen Designer ja nur die selbe Grafik gekauft – bei Fotolia oder Istockphoto?
Komisch ist es trotzdem.

Veröffentlicht in Aktuell bzw. Allgemein, Fundstücke aus dem Netz, Marketing: Zielgruppe, Tricks, Infos | Kommentieren