Arbeitsweise Texten

Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

Henry Ford

 

Meine Arbeitsweise...

... hängt natürlich davon ab, wie weit der Auftrag geht:

Wenn ich einen bestehenden Text nur verbessern soll:

Ich folge dem Fluss und der Melodie des Textes. Ich verwandele so viele Substantive wie möglich in Verben, um dem Text mehr Leben einzuhauchen. Vielleicht stelle ich Sätze um, damit man schon zu Beginn des Satzes weiß, wie man ihn betonen muss. Ich mache aus einem langen Satz zwei bis drei kurze.
Hier ist meine Arbeitsweise eher technisch.

Wenn ich einen Text neu schreiben soll - aber sonst nichts:

Hier kommt zum ersten Mal die > Zielgruppe ins Spiel:
Der Text ist die Brücke zwischen drei Komponenten:
1) meinem Kunden,
2) dem Produkt
3) der Zielgruppe.
Diese drei Beteiligten muss ich jonglieren: Ich tauche in die Welt des Kunden und in die der Zielgruppe ein, und ich informiere mich über das Produkt. Dann beschreibe ich das Produkt in einer Weise, die dem Kunden gerecht wird und für die Zielgruppe möglichst interessant und "lecker" ist.
Wenn es sich um einen Flyer- oder Internettext handelt, warte ich mit der Arbeit, bis das Layout fertig ist. Warum? Lesen Sie weiter.

Wenn ich alle Texte und auch das Design entwickeln soll:

Hier kommt "Magie" ins Spiel!
Zunächst erspüre ich meinen Kunden: Wie ist er drauf? Wie drückt er sich aus? Wie ist seine Stimme? Worüber lacht er? Ist er eher selbstbewusst oder eher schüchtern? Wie präsentiert er sich? Wie klar ist er? Mag er sich? Wieviel traut er sich als Unternehmer zu? Wie will er dastehen?

Jeder Mensch ist ein Eisberg (natürlich nicht von der Temperatur her!). Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel ich da sehe.
Und im Laufe der Arbeit wird das Bild immer klarer - so wie man ein Schild immer besser lesen kann, je näher man ihm kommt.

Ich nehme wahr, wie das Produkt grundsätzlich präsentiert werden will - und wie es speziell von meinem Kunden präsentiert werden sollte.
Und ich habe im Blick, was die Zielgruppe meines Kunden braucht, damit sie ihn sieht.

Der Prozess geht gleichzeitig in die Tiefe und in die Weite. Und am Anfang weiß ich selbst noch nicht, wohin er mich führt. Manchmal stellt sich in diesem Prozess sogar heraus, dass Kunde und Zielgruppe nicht zusammenpassen. Dann muss man den Auftritt anders gestalten.

Wenn ich einen Flyer gestalte, beginne ich mit dem Layout: Fotos, Farben, Formen, Schriftarten. Denn bevor unser Verstand einen Text zu lesen beginnt, hat unser Unterbewusstsein schon viele andere Informationen aufgenommen. Das Layout gibt die Atmosphäre vor und bestimmt, ob der Text überhaupt gelesen wird.

Der Text kommt erst gegen Prozess-Ende in den Flyer - er wird sozusagen wie ein Baby in ein gemachtes Bett gelegt. Aber auch das ist nicht ganz richtig: zu Beginn bestimmen Menge und Struktur der Informationen, wie der Flyer gestaltet werden muss.
Es ist ein sehr holistischer Vorgang, und damit er gut "flutscht", muss ich mich meiner Intuition anvertrauen. Mein Verstand ist in diesem Prozess nur der "Handlanger".

Besuchen Sie meine bisherigen Projekte, um zu prüfen, ob Ihnen meine Ergebnisse gefallen!